Konventionelles, Unkonventionelles, Tipps und Tricks zur Fotografie

Die alte Plattenkamera als Großformatkamera nutzen

Diese Woche habe ich wieder gebastelt und eine echte, uralte Großformatkamera wieder aufgemöbelt. Vielleicht stellt sich der eine oder die andere die Frage, ob man mit so einem Ungetüm überhaupt richtig (mit modernem Planfilm) arbeiten kann – man kann, sofern man die richtigen Kassetten bzw. Planfilmeinlagen besitzt oder die ganze Geschichte eben etwas umbaut.

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*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Wir bauen uns eine Aufnahmehilfe zur Ausschnittsbestimmung

Eigentlich sind dies nun zwei Artikel in einem geworden, denn im zweiten Teil dieses Artikels geht es um meine 9×12 Voigtländer Avus Laufbodenkamera (eigentlich für Glasplatten), die ich aber mit einem Rada-Rollfilmadapter als sehr vernünftige 6×9-Mittelformatkamera benutze.

Moderne, genormte Planfilmkassetten an der alten Plattenkamera verwenden

Voigtländer Avus
Im 2. Teil dieses Artikel stelle ich ebenfalls meine 9×12-Kamera vor, an welcher ich ein 6×9-Rollfilmmagazin verwende.

Es gibt bei Ebay eine ganze Menge an alten Plattenkameras für relativ wenig Geld zu kaufen. Die verbreiteten Formate sind 6×9 und 9×12 und zwar in der typischen Laufbodenkamera-Variante. Das Problem bei diesen Balgenkameras: Sie wurden für Glasplatten (die Vorläufer des Negativ-Films) gebaut. So eine (orthochromatische [rotunempfindlich“]) Glasplatte wird zwar im Vergrößerer eine unerreichte Planlage ermöglichen, ansonsten wird es sich wohl kaum lohnen, heute noch Glasplatten zum fotografieren zu benutzen, zumal alte, unbelichtete Platten, die man evtl. noch per Ebay oder auf dem Flohmarkt erhalten könnte, mit Sicherheit einen Grauschleier besitzen werden und ihre Empfindlichkeit auf nur noch ca. 6 ASA gesunken sein dürfte. (Wenn es hier andere Erfahrungen geben sollte, wäre ich für Kommentare am Ende des Artikels dankbar.) Auch für den „orthochromatischen Effekt“ kann man ja auf Platten verzichten, da zumindest mit dem Rollei ATO ein Film existiert, der alles Rot annähernd schwarz abbildet bzw. den „antike Look“ bieten dürfte.
Man sollte sich ohnehin nur eine Plattenkamera zulegen, bei der (neben der Mattscheibe) noch Kassetten dabei sind. Dies ist aber nur die halbe Miete – nun wird man also noch sogenannte Planfilmeinlagen benötigen, in welche die Planfilme (die wir verwenden möchten) eingeschoben werden. Erst dann lassen sich die Filme in den alten Platten-Kassetten der Großformatkamera unterbringen bzw. benutzen. Eine Planfilmeinlage ist also ein Adapter, um die heute natürlich noch erhältlichen Planfilme in den alten Kassetten für Glasplatten zu verwenden.
Aber das ist mir alles zu fummelig. Was habe ich gemacht? Ich habe mir für ca. 40€ eine alte 10×15 Plattenkamera mit Holzgehäuse per Ebay ersteigert und sie für die modernen 4×5 Inch Planfilmkassetten für das sogenannte „Internationale Rückteil“ heutiger Großformatkameras umgerüstet. Ich hatte für diese Kamera keine 10×15-Blechkassetten – geschweige denn passende Planfilmeinlagen (bzw. Film-Adapter). Eine solche Kamera lässt sich aber recht einfach für die heute gebräuchlichen und genormten Internationalen-Planfilmkassetten umrüsten:
Großformatkamera

Way Beyond Monochrome: Advanced Techniques for Traditional Black & White Photography Including Digital Negatives and Hybrid Printing

Zwar gibt es viele Bücher zum Thema S/W-Handabzug. Bei den meisten ist das Ziel jedoch meist nur der "profane" Abzug. Way Beyond Monochrome widmet sich dem feinen und individuell angefertigten Silbergelatineabzug, der nicht nur eine bloße Kopie des Negativs sein möchte. Obacht: Es liegt nur in englischer Sprache vor.

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Die Großformatkamera in voller Montur. Gut zu sehen ist eine der Halteschinen aus Plastik für die Internationalen Kassetten, einen nachträglich angebrachten Griff, die Wasserwaage. Für das vertikale Shiften (englisch in diesem Zusammenhang für „verstellen“) habe ich mir eine Skala angebracht, da mein Objektiv leider einen etwas zu geringen Bildkreis für das Shiften „bis zum Anschlag“ hat. Bei sehr monotonen Flächen (blauer Himmel z.B.) würde dann eine Vignettierung zu sehr auffallen.

Den sogenannten „Brillantsucher“, den kleinen Spiegelsucher, habe ich ausgebaut. So eine Großformatkamera als Sucherkamera zu benutzen ist heute unsinnig. Wohingegen sich der Rahmen des „Sportsuchers“ äußerst gut als (wegklappbare) Halterung für ein Filterkompendium bzw. eine Sonnenblende eignen würde (weiter unten zeige ich, was ich damit meine). Leider fehlt dieser Rahmen an meiner Kamera.

Die Internationalen Kassetten passen nicht an die etwas kleineren, aber am verbreitetsten 9×12-Laufbodenkameras. Diese sind zu klein (die ganz kleinen 6×9 Laufbodenkameras, die ebenfalls sehr häufig angeboten werden, natürlich ohnehin). Man muss also etwas Geduld haben, bis eine der größeren 10×15 Plattenkameras angeboten werden. (Ein Indiz für eine 10×15-Variante ist oftmals, dass die verbaute Optik eine Brennweite von 16,5cm nicht aber 13,5 cm [9×12-typisch“] aufweist.) Ferner sollte das Gehäuse aus Holz sein, denn es muss etwas abgeschliffen werden, damit die 4×5-Kassetten passen! Außerdem müssen ja auch noch die Halteschienen für die Kassetten angeschraubt werden.
Plattenkamera von hinten
Die Rückseite der Balgenkamera mit Kassette. Ich habe mir auch Daten für die Schärfentiefe für mein Objektiv direkt auf die Kamera geklebt, da ich im Großformat hin und wieder auf die sogenannte „Hyperfokale Distanz“ fokussieren möchte bzw. auch mit kompletter Schärfentiefe von vorne bis hinten arbeiten möchte, was beim großen 4×5-Format allerdings schon starkes Abblenden bedeutet. Die Schienen, welche als Führung für die Kassetten dienen, sind aus Plastik und ich habe sie im Baumarkt gekauft (Winkelschiene). Die Planfilmkassette liegt am Rahmen der Kamera auf eingeklebte Moosgummi-Streifen auf. Somit hat sie festen Halt und lässt sich dadurch, dass die Plastikschienen etwas federn, gut herausziehen. Diese Konstruktion ist natürlich auch lichtdicht.

mein selbst gebautes Rückteil für die Mattscheibe

Kamer von Hinten mit Mattscheibe
Ein Blick durch die eingesetzte Mattscheibe. Die Mattscheiben-Halterung habe ich mir – es ist ja kaum zu übersehen – auch selbst gebaut. (Die Vignettierung auf der Mattscheibe tritt so auf dem Film natürlich nicht auf.)

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Auch im Handel werden diverse Testtafeln für Objektive und Kameras angeboten, um deren Qualität beurteilen zu können.

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Zugegeben: meine Mattscheiben-Konstruktion sieht etwas abenteuerlich aus. Aber es funktioniert gut! Das Pappelholz aus dem Baumarkt hat nämlich annähernd genau die gleiche Höhe wie der Abstand Rahmenauflage-Planfilm. Oder anders: Benutzt man 5 mm starkes Holz als Unterlage für die Mattscheibe (matte Seite Richtung Objektiv-Rückseite) so sitzt der Fokus genau dort, wo er sein muss – nämlich dort, wo er später auch bei eingeschobener Filmkassette (also auf der Filmschicht) sitzt. Zwar war eine Mattscheibe bei der Plattenkamera dabei. Die ist mir aber dummerweise zu Bruch gegangen. Bei Foto-Brenner (edit: die Mattscheibe scheint nicht mehr im Angebot zu sein) habe ich mir dann für wenig Geld eine neue gekauft. Diese ist zwar nicht sonderlich hell und feinkörnig, reicht für meine Low-Budget-Großformatkamera aber allemal aus (und kostet auch nur 10€).

selbst gebaute Mattscheibe
Meine Großformat-Mattscheibe im Rahmen im Detail. Man setzt sie vor der Aufnahme an Stelle der Kassette an der Kamera an. Mit einem Bleistift lässt sich auf der matten Seite der Mattscheibe ein Kreuz (oder gar Gitter) zeichnen. Die beiden Löcher dienen dazu, dass die Luft des Balgens beim Zusammenklappen der Kamera besser entweichen kann. Nunja, man könnte sie durchaus auch hübscher anfertigen als hier zu sehen.

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Bilder mit meiner Großformatkamera

Normalerweise ist es so, dass man auf fototechnischen Seiten alles über Kameras erfährt – nur Bilder bekommt man da sehr selten zu sehen. Daher gibt es jetzt zumindest noch zwei Bilder meiner Großformatkamera zu sehen. Ich habe mit meinem Objektiv Glück gehabt! Es hat Charakter und zeichnet durchaus scharf (bzw. ist auch bei Offenblende zu gebrauchen). Es handelt sich dabei um einen sogenannten „Doppel Anastigmaten“ mit der Brennweite von 16,5cm und der größten Öffnung von 1:4,5 von der Firma Meyer Görlitz als Helioplan geführt. Der Doppelanastigmat sitzt im obligatorischen Compur-Verschluss von F. Deckel – München. Ich habe die Bilder stets mit geöffneter Blende aufgenommen:
Beiepiel Großformat

noch ein Beispiel

Ein weiteres Beispielbild meiner alten Großformatkamera mit 4×5 Inch-Rückteil. Neben der Möglichkeit, dass man mit so einer Laufbodenkamera natürlich auch das Objektiv shiften kann, ist es aber gerade die geringe Schärfentiefe, welche durch den relativ hohen Vergrößerungsmaßstab des 4×5 Inch-Formates zustande kommt, die mich hier fasziniert.

Plattenkamera 10x15 mit Busch 4,5/190mm Serie I No.3 Anastigmat Omnar SHP56028Contessa Nettel Tropen Adoro 10 x15 mit Carl Zeiss Tessar 4,5 18 cm  86925ICA ORIX 308 Plattenkamera (10x15cm) G.Rodenstock, MünchenPlattenkamera Leonar 10x15 Wandsbek alter FotoapparatCONTESSA-NETTEL Deckrullo 10x15cm mit Tessar 18cm - SNr: S 6524CERTO 10x15 Rüo-Anastigmat Rüdersdorf Hekistar 3,5/18cm 18cm BOX OVP rarest Kassetten Teil für Plattenkamera ca.10x15cmNETTEL Deckrullo 10x15cm - SNr: 68065 Kassette 10x15cm. für Reisekamera Plattenkamera Doppel-Roladen Große ca. 10x15 cm Holz Planfilmkassette für Plattenkamera / Holzkamera
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Die kleine Schwester: die 9 x 12 Plattenkamera

Eine meiner ganz besonderen Lieblingskameras ist aber dieses Schmuckstück:
eine optisch sowie funktionell noch hervorragend erhaltene Voigtländer Avus.
die Voigtöänder Avus
Hier lässt sich nicht so ohne Weiteres eine der „Internationalen Planfilmkassetten“ anbringen – man müsste hierfür einen Rahmen aus Holz an der Rückseite anbringen. Auch kann die kleinere 9×12-Plattenkamera – im Gegensatz zur „großen“ 4×5 Inch-Kamera – eine Sache nicht ganz so gut wie die 4×5 Inch-Variante: die malerische Wiedergabe bzw. das in Unschärfe versinken lassen des Vorder- bzw. Hintergrundes -> bei möglichst breiter Kulisse. Zwar wird das Motiv im Format 9×12 noch in einem sehr hohen Abbildungsmaßstab abgebildet – was ja einer der beiden Faktoren für geringe Schärfentiefe ist. Die größte Öffnung des Objektives von 1:4.5 ist für diesen Abbildungsmaßstab aber schon zu gering, um entsprechende Effekte zu erzielen. Dennoch ist der Unterschied (was eine geringe Schärfentiefe anbelangt) zum Mittelformat 6×6 mit dem obligatorischem 1:2.8 80mm „Normalobjektiv“ noch zu sehen.
Mattscheibe GroßformatWofür schätze ich aber die alte 9×12 Plattenkamera, wenn ich entsprechende Bilder genau so gut mit meiner Mittelformatkamera machen kann? Man könnte jetzt vermuten, mir läge das große Negativformat, weil es eben groß ist. Dem ist aber nicht so – ich plane eigentlich weniger, meterlange, riesige Abzüge von meinen Negativen zu machen. Nein, ich benutze diese Kamera mit einem Rollfilmrückteil als 6×9-Mittelformatkamera mit Shift-Funktion für z.B. gänzlich sachliche Architektur- und Landschaftsaufnahmen mit einer Schärfe von Vorne bis Hinten und ganz ohne stürzende Linien.

eine Mittelformatkamera mit Shift-Funktion

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Beispiel 6x9
Bei diesem Foto habe ich mein Rada 6×9-Rückteil für handelsüblichen 120er Rollfilm (statt fummeligen Planfilm) an der Plattenkamera verwendet. Ich kann eine fehlerhafte Planlage bei der Rada-Rollfilmkassette übrigens nicht bestätigen. Fokussiert wurde auf eine Hyperfokale Distanz von ca. 12 Meter, das alte Skopar dann abgeblendet auf Blende 22. So wird im 6×9-Format bei einem 13,5cm-Objektiv alles zwischen ca. 6m und Unendlich scharf abgebildet. Der eigentliche Vordergrund fehlt und er beginnt im Bild erst bei ca. 7,5 Meter Abstand zur Kamera, da ich das Objektiv an der Standarte vorne vertikal hoch „geshiftet“ (Entschuldigung für dieses Deutsch) hatte, um noch das Haus in der ganzen Höhe abzubilden, ohne natürlich die Kamera aus der exakten Lotrechten zu bringen (zu schwenken) bzw. ohne stürzende Linien auf dem Foto abzubilden. Dies ist mir wichtig. So ein Foto bekommen Sie nur mit einer Kamera hin, deren Objektiv man „shiften“ kann – Oder Sie müssen nachträglich beschneiden und entzerren, wodurch immer Auflösung verloren geht. Hier ist ein Detail des Bildes. Entwickelt wurde ein Ilford FP4 in Rodinal 1+50.

Schneider Angulon 90 mmNeu: Lesen Sie auch meinen Artikel, in welchem ich beschreibe, wie ich ein „modernes“ Schneider Angulon 90 mm 1:6,8 in meine Voigtländer Avus eingebaut habe.

Blendet man das Voigtländer Skopar genügend ab (es ist ca. 90 Jahre alt) und benutzt stets eine Sonnenblende, so hat man mit dem alten, unvergüteten 13,5cm 1:4.5 Vierlinser an der Balgenkamera noch eine Optik zur Verfügung, die, wie ich wirklich meine, heutigen guten Objektiven in Detail und Kontrast zumindest ebenbürtig ist (außer bei z. B. Gegenlicht). Voigtländer stellte zwar mit dem „Heliar“ für die „Bergheil-Platenkamera“ noch ein (verkittetes)  fünflinsiges Ojektiv her, was heute auch noch oft angeboten wird, aber das vierlinsige Skopar lässt abgeblendet eben auch kaum Fragen aufkommen. Innerhalb des 6×9-Bereiches (mit dem entsprechendem Rollfilmrückteil) lässt sich auch bis zum „Anschlag“ shiften, ohne, dass es zur Vignettierung kommt.

Nachdem das Bild auf der Mattscheibe komponiert- bzw. die Kamera ausgerichtet und der Compur-Verschluss geschlossen wurde, zieht man die Mattscheibe aus der Rückwand der Kamera und schiebt dafür das Rollfilm-Rückteil ein.

offene Sonnenblende
Eine Störlichtblende sollte ohnehin für jedes Objektiv obligatorisch sein. Das alte, unvergütete Skopar von Voigtländer benötigt vielleicht allerhöchstens bei bedecktem Himmel keine Sonnenblende. Da wir jetzt aber schon mindestens 15 Minuten im Feld stehen und die Kamera gerade mit einer Wasserwaage ausgerichtet haben, nehmen wir uns natürlich auch die Zeit und klemmen mittels sogenannten „Architektenklemmen“ eine Cokin-Sonnenblende oder einfach nur einen zurecht gefalteten schwarzen, dickeren Fotokarton an den vorderen Bügel des „Rahmensuchers“. Ob diese Gegenlichtblende schon zu lang ist, kann man leicht prüfen, indem man bei abgenommener Mattscheibe und bei normalem Auszug bei geöffnetem Verschluss an den Rahmenecken vorbei schräg von hinten durch das Objektiv schaut. Dieses Kompendium darf bei Arbeitsblende nicht zu sehen sein. Wenn ja, so muss sie verkürzt- oder das Objektiv weiter abgeblendet werden.

Voigtländer Avus

Sekonic L-208 Twinmate

Der Twinmate L-208 von Sekonic ist der wohl günstigste externe Handbelichtungsmesser. Er misst das Umgebungslicht entweder direkt (Motivmessung) oder via Kalotte. Gerade durch letztere Methode ist eine sichere Messung- bzw. ein korrekt belichtetes Bild möglich.

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Die Lösung mit dem Rahmensucher ist ideal! Wir benötigen diesen ohnehin nicht an der Plattenkamera, da wir sie ja nur auf dem Stativ bzw. mit Mattscheibe benutzen. Die Sonnenblende bleibt so auch im Querformat (nach oben) aufgeklappt, da der Rahmen in dieser Position einrastet. Nachdem alles ausgemessen und eingestellt ist, wird der Compur-Verschluss geschlossen, auf „Zeit“ gestellt, die Verschlusszeit definiert, gespannt und dann die Sonnenblende einfach eingeschwenkt.
Auf dem Foto fehlt nur noch der Drahtauslöser. Der darf natürlich nicht fehlen und hat hinter der Gegenlichtblende noch genügend Platz.

Das 13,5cm Skopar hat hier übrigens ein Gewindedurchmesser von 35,5mm. Ich habe mir einen Adapter auf 49mm in Fernost gekauft, um meine 49mm-Filter oder auch eine andere Sonnenblende direkt anschrauben zu können. Möchte man Steckfilter verwenden, so müssen diese bei diesem Objektiv der Voigtländer Avus einen Durchmesser von 37mm besitzen. Schön ist hierbei auch die Möglichkeit, einen solchen Steckfilter von innen an die Rückseite des Objektives zu stecken, um zu umgehen, dass man, bei Verwendung von zwei Filtern, jene übereinander steckt, was unnötige Lichtreflexionen hervorrufen kann. Ich benutze auf diesem Wege für Portraits einen Weichzeichner („Softar“) vorne und einen Gelbgrünfilter hinter der Linse.
Stativ Gewinde Adapter
Braucht man ebenso: ein Gewinde-Adapter 3/8 Zoll auf das „normale“ Stativ-Gewinde 1/4 Zoll. Früher waren die Stative wohl auf die größeren 3/8 Zoll-Gewinde genormt, heute wiederum besitzen die meisten Stative das kleinere 1/4 Zoll Gewinde.

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So ein Stativadapter kann man aber z.B. für ’ne Mark bei Fotoimpex kaufen, da habe zumindest ich meine her. Das große 3/8 Gewinde ist übrigens das gleiche wie bei einer Mikrofon-Halterung bzw. einem Mikrofonstativ. Eventuell gibt es so einen Adapter also auch im Musikanten-Fachgeschäft.

Die Rollfilmkassette an der Plattenkamera

Wie schon erwähnt, benutze ich die Voigtländer Laufbodenkamera eigentlich nur mit dem 6×9 Rückteil für „ganz normalen“ Rollfilm. Zu fummelig ist mir die Handhabung mit den Planfilmen bzw. mit den Planfilm-Adaptern in den Kassetten. Ein weiteres Problem, was der Planfilm ebenfalls mit sich bringt, wird ebenfalls umgangen: Staub! Ich habe oft kleine Staubkörnchen auf der Filmschicht meiner Planfilme, welche sicherlich durch den Wechselsack und das Hantieren mit den Filmhalterungen bzw. Kassetten dorthin gelangen. Sie hinterlassen dann auf dem Film transparente Löchlein bzw. auf dem späteren Print schwarze Punkte. Bei einem auf Schutzpapier aufgerollten Film gibt es dieses Problem nicht.
Rada Rollfilmkassette
Die Rada Rollfilmkassette wird statt einer Plattenkassette bzw. statt dem Mattscheiben-Rückteil an die Kamera angesetzt. Der Adapter hat eine kleine Klappe, hinter der die auf das Schutzpapier des Filmes aufgedruckten Zahlen lesbar sind. Bei meinem Rada-Rückteil zumindest dient das rechte Fensterchen für den 6×9-Bereich (ein anderes Fenster ist für die ebenfalls nutzbaren, aber in diesem Fall heute unsinnigen, Formate 6×6 und 6×4,5 gedacht). Folgende durch das Sichtfenster ablesbare Nummern sind für das 6×9-Format relevant: 2 4 6 8 10 12 14 16 Es können also insgesamt 8 Aufnahmen pro 120er Rollfilm gemacht werden.

Blitzschuh Wasserwaage Kamera Level 3 Axis mit Standard-Schuhhalterung für Standard-Blitzschuh inklusive Canon und Nikon Digital und Filmkameras

Damit eine gewisse statische Bildwirkung entsteht, ist es wichtig, die Kamera absolut lotrecht auszurichten. Dies gilt insbesondere für Architekturaufnahmen. Aber auch solche "Schnitzer" wie ein schiefer Horizont lässt sich leicht mit einer solch kleinen Wasserwaage vermeiden. Sie wird einfach in den Zubehörschuh der Kamera (Blitzschuh) geschoben oder aufgelegt.

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Anleitung für die RADA-Rollfilmkassette

Anleitung Rada-Rollfilkassette 6x9

Ich habe hier noch eine kleine Anleitung für meine Rada-Rollfilmkassette eingescannt. Bei kleineren Monitoren empfiehlt es sich, die Datei per Rechtsklick in einem neuen Fenster zu öffnen – Sonst wird sie verkleinert angezeigt und man wird die Schrift kaum lesen können. Zu beachten ist auch de nachträglich angebrachte Hinweis zu dem „internationalen“ Zahlensystem auf dem Schutzpapier.

Brennweiten beim Betrieb der Kassette an der Plattenkamera

Ein Problem entsteht hierbei: theoretisch müsste bei der Verwendung eines kleineren Aufnahmeformates auch das Objektiv ausgewechselt werden, da die 13,5cm Brennweite des Skopars für das Format 9×12 gedacht ist. Diese Brennweite bedeutet ein leichtes Tele für das Format 6×9 – hier wäre eine Brennweite von ca. 11cm als „normal“ zu betrachten. Diese 25mm mehr Brennweite sind allerdings durchaus zu vernachlässigen. Man darf ja nicht den Denkfehler begehen und sich zum Vergleich das (sicherlich vertraute) Kleinbildsystem vornehmen: hier ist ein Zuwachs der Brennweite um 25mm natürlich stark auffallend, da im Kleinbild der Vergrößerungsmaßstab viel geringer ist. Anfangs hatte ich überlegt, ob ich den 6×9-Bereich nicht zum 6×12-Bereich aussägen sollte. Is Quatsch, weil die Umlenkrollen ja noch in der Kassette Platz haben müssen.

eine Mattscheibe
Auf der matten Seite der Mattscheibe, die oft herausnehmbar ist, lässt sich mit einem spitzen Bleistift der 6×9-Bereich einzeichnen. Hier sieht man gut den Unterschied zum vollen 9×12-Bereich. Da das Ojektiv einen Bildkreis besitzt, der mindestens diesen „9×12-Bereich“ abdecken muss, lässt sich mit dem Rollfilmadapter bedenkenlos shiften, ohne dass man Angst vor Vignettierung haben muss. Ob dies so auch mit einer der alten 6×9-Laufbodenkameras mit dem obligatorischen 10,5cm-Objektiv machbar ist (bzw. ob dieses einen entsprechend großen Bildkreis zum Shiften aufweist), würde ich gerne wissen. Dass ein Abblenden eine durch Shiften verursachte Vignettiertung entgegenwirkt, dachte ich anfangs. Dies stimmt aber nicht, da sich ja der Bildkreis des Objektives durch ein Verkleinern der Blende nicht vergrößert. Der „projizierte“ Bereich bleibt der selbe.

Fotografieren im vollen Format mit Planfilmeinlagen bzw. Planfilmhalter

Natürlich kann man auch im vollen 9×12 Großformat mit der Kamera fotografieren. Dafür wurde sie ja schließlich auch gebaut, da direkt Kontaktkopien (statt Vergrößerungen) von den Platten angefertigt wurden, die ein entsprechend großes Format aufweisen sollten. Auch wäre dies ein geeigneter Einstieg ins Zonensystem, bei dem sich ja nun jedes einzelne Bild einer individuellen Entwicklung unterziehen muss. Ich möchte aber nicht mit Glasplatten arbeiten, sondern möchte handelsüblichen (viel dünneren) Planfilm benutzen. Ich benötige also eine Art Adapter, eine Filmhalterung um die Filme in den hohen Kassetten zu benutzen: Ich brauche eine Planfilmeinlage.
Planfilmeinlage
Hier auf dem Bild sehen wir eine offene Kassette, in welcher ursprünglich eine lichtempfindliche Glasplatte Platz finden sollte. Ganz rechts abgebildet ist der Schieber, der die Kassette verschließt und nur kurz vor der eigentlichen Aufnahme herausgezogen wird bzw. die lichtempfindliche Schicht der Glasplatte freigibt. Ja und in der Mitte haben wir das Objekt der Begierde, der Planfilmhalter, in welchen der Planfilm eingeschoben- und welcher einfach anstelle der Glasplatte in die Kassette eingesetzt wird.

An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, dass der Schieber (auch beim Rollfilmmagazin) für die Aufnahme stets komplett herausgezogen werden sollte, da sonst Lichteinfall droht. Lagert man leere Planfilmkassetten bzw. einen leeren Rollfilmadapter, so sollte man dies ebenfalls bei heraus gezogenen Schieber tun, ansonsten:

Tipp: Das „Plüsch“ zur Abdichtung gegen Licht wird bei vielen alten Blechkassetten „platt“ sein. Hier geht man damit einfach zur Tankstelle und bläst einige Bar Druckluft drüber. Was auch helfen soll: Wasserdampf aus dem Teekessel.

Planfilmeinlage selber bauen

Da ich mit Glück einen großen Schwung dieser Planfilmadapter erhalten hatte, habe ich mir keine Gedanken mehr dazu gemacht, aber theoretisch müsste man sich doch solche Planfilmeinlagen auch selbst herstellen- bzw. herstellen lassen können. Schließlich handelt es sich bei einem solchen Planfilmeinsatz lediglich um ein Stück gebogenes Blech und jede Metallwerkstatt sollte so etwas schneiden und falzen können.

Wer versuchen möchte, solche Filmhalterungen selbst zu bauen: Die Maße einer 9×12 Planfilmeinlage betragen in mm BxHxT: 90x120x1,5. Die Falze nach Innen betragen ca. 3,5mm. In der Höhe kann die Einlage durchaus variieren, denn dieser Planfilmeinsatz wird ja durch die vier unteren Federn der Kassette nach oben, stets auf Mattscheibenebene gedrückt. Planfilme in den Maßen 9cm x 12cm werden in den einschlägigen Online-Versandhäusern für analoge Fotografie angeboten z.B.: Spürsinn, Maco, Impex, Phototec, Lumiere (hier gibt es sogar noch relativ frische Glasplatten zu kaufen). Hinweis: Ich habe die Links im Nachhinein entfernt, da die Angebote wechseln bzw. nicht mehr aktuell sein werden.

Im „Großformatforum“ demonstriert jemand, wie er sich selber Planfilmeinlagen anfertigt. Er nimmt einfach dünnes Blech, welches man mit eine Schere Schneiden kann und biegt die Enden um: Planfilmeinlage selber herstellen.

Andreas Feiningers große Fotolehre

Feiningers Große Fotolehre ist eines der bekanntesten Lehrbücher für die Fotografie und erscheint nun in der Neuausgabe. Die Fotolehre kann als das Standardwerk der manuellen bzw. analogen Fotografie angesehen werden. Auf Amazon kann man einen Blick in dieses Buch werfen.

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Die verschiedenen Falze

Plattenkassette Falz
Detail des Falzes. Zu sehen ist der Normalfalz einer Kassette meiner alten Plattenkamera von Voigtländer. Hier gilt es, genau die Details des jeweiligen Falzes zu beachten (möchte man weitere Kassetten bzw. Rückteile erwerben. Im Rada-Katalog sind diese grafisch gut aufgeführt.

Vorsicht ist beim nachträglichen Kauf von Kassetten und Rückteilen geboten. Die Planfilmeinlagen haben alle ungefähr die selben Maße. Die Kasetten selbst aber haben oft völlig unterschiedliche „Falze“. Als Falz wird die ganz schmale Seite der jeweiligen Kassette bezeichnet. So werden zum Beispiel Zeiss Ikon-Kassetten nicht an eine Voigtländer-Kamera passen, da hier unterschiedliche Falze verwendet werden! Im Gegensatz zum bereits erwähnten „Internationalen Rückteil“ waren die Kassetten damals eben nicht genormt und die Plattenkameras haben daher oft völlig unterschiedliche Systeme.
Für eine Übersicht lässt sich der sogenannte Rada-Katalog zu Rate ziehen. Die Firma Rada stellte diverse Rückteile und Kassetten für alle möglichen Plattenkamera-Falze her und mit dem besagten Katalog erfährt man eine schöne Übersicht der verschiedenen Falze. Meine Voigtländer Avus besitzt übrigens den sogenannten „Normalfalz“.

Download des RADA-Katalogs

Hier können Sie den Rada-Katalog als PDF-Datei herunterladen:

Eine Plattenkamera kaufen

9x12 und 10x15 Kamera
Die 9×12- und 10×15-Plattenkamera im Größenvergleich. Erst jetzt fällt auf, dass die beiden Compur-Verschlüsse bzw. die Objektive auch verschiedene Größen haben.

Es werden täglich auf Ebay viele der Balgenkameras bzw. Plattenkameras angeboten. Es ist also davon auszugehen, das dieser Kameratyp einmal in sehr großen Mengen produziert worden ist – und zwar bis in die 1930er Jahre, so vermute ich.
Die verbreitesten Formate sind 9×12 und 6×9. Oftmals lassen sich die Formate auf einem Bild (also auf dem Foto eines Ebay-Angebotes) gar nicht unterschieden. Die Standardbrennweite bei Kameras im 9×12-Format ist 13,5cm (seltener 15 cm), bei den 6×9-Kameras 10,5cm und die 10×15-Großformatkameras wurden meist mit Objektiven einer Brennweite von 16,5cm ausgestattet. Manchmal wurde auch ein 15cm-Objektiv verbaut, wobei dies scheinbar hauptsächlich der 9×12-Variante vorkam. Ein weiteres optisches Indiz ist der Balgen: bei den kleinen 6×9-Kameras besitzt er nur wenige Falten. Im einfachsten Fall bittet man den Verkäufer, das Kameragehäuse auszumessen. Am Anfang dieses Artikels ging es ja darum, eine der „modernen“ Planfilmkassetten an eine Plattenkamera zu adaptieren. Hierfür ist eine der großen 10×15 Kameras notwendig. Die 9×12-Balgenkameras sind für die 4×5 Inch-Planfilme zu klein. Man könnte sich hier mit einer Art Holzrahmen-Konstuktion an der Rückseite der 9×12-Kamera behelfen. Die Internationalen Kassetten sind 12cm breit und ca. 17,2cm hoch (ohne Griff des Schiebers). Entsprechende Maße muss das Kameragehäuse aufweisen, wobei es in der Höhe etwas niedriger sein darf.

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Generell muss man beim Kauf einer 80 Jahre alten Kamera darauf achten, dass der Laufboden im aufgeklappten Zustand kein Spiel hat. Auch die Standarte sollte fest auf der Schiene sitzen und darf nicht wackeln. Dass der Balgen keine Löcher haben darf, muss ich nicht erst erwähnen.
Man braucht heute keine der damals „günstigen“ Plattenkameras kaufen, da sich die Preise hier nicht mehr sonderlich unterscheiden (eine Voigtländer Bergheil mit Heliar-Objektiv einmal ausgenommen). Die Kamera sollte einen Verschluss besitzen, welcher auch die 1/200 Sekunde schafft. Dies sollte also hauptsächlich ein Verschluss der Bezeichnung Compur sein. Ein Compur-Verschluss ist oftmals auch schon ein Indiz für eine gute verbaute Optik. Man sollte wahrscheinlich keine Kamera kaufen, in welcher ein Objektiv verbaut ist, welches lichtschwächer als 1:4.5 ist (es sein denn, man möchte einen gewissen „Schmelz“ für Portraits z.B.). Ferner sollte die Kamera einen sogenannten „Doppelten Auszug“ besitzen. Dies ist eine Vorrichtung, welche die Standarte weit über die eigentliche Länge des Laufbodens hinaus ausfahren kann, was für Nahaufnahmen gedacht ist. Der eigentliche Vorteil dieses Systems aber ist, dass sehr fein mittels „Getriebe“ fokussiert werden kann. Ferner sollte, um noch einmal auf den Verschluss zurückzukommen, alle Zeiten einigermaßen sauber ablaufen. Läuft die 1 Sekunde etwas zögerlich, so ist dies nur gut! Warum? Weil es bei Film oft keinen Sinn ergibt, mit der 1 Sekunde zu fotografieren, da nämlich ab 1 Sekunde der sogenannte Schwarzschildeffekt greift und wir hier die Belichtungszeit ohnehin etwas verlängern müssten. Es ist erfahrungsgemäß so, dass viele der ganz alten Verschlüsse (bis ca. 1950) bis heute noch gut funktionieren, wobei spätere Verschlüsse öfter verharzt sind. Scheinbar wurde ab dieser Zeit ein anderes Öl verwendet, was sich nun als nachteilig herausstellt.
Seien Sie nicht überrascht, dass man keinen Blitz an den Verschluss anschließen kann. Geblitzt hat man früher höchstens manuell in Kombination mit einer langer Verschlusszeit. In den Ateliers beim Fotografen wurde auch oft mit Tageslicht gearbeitet. Diese Fotostudios hatten große, nach Norden ausgerichtete Fenster. Daher haben diese alten Portraits auch so eine schöne, weiche Wirkung auf den Betrachter: Hier gibt es – wegen den sekundenlangen Belichtungszeiten – eine gewisse, nicht klar erkennbare Bewegungsunschärfe, welche allein schon durch das Atmen der Person zutage kommt. Man sollte durchaus einmal Portraits mit Belichtungszeiten um 5 Sekunden machen. Sie sehen völlig anders aus (gerade mit alten, nicht abgeblendeten Objektiven) als jene, bei denen mit Blitz gearbeitet wurde.

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Es gibt aber durchaus Verschlüsse, wo nachträglich eine Blitzbuchse eingebaut worden ist wie bei dem Compur meiner Avus. Hier kann dann auch ein externer Blitz bei allen Verschlusszeiten (da Zentralverschluss) betrieben werden. Beim Kauf einer Plattenkamera muss das Mattscheibenrückteil vorhanden sein sowie einige passende Kassetten. Manchmal werden auch Kameras mit passendem Rollfilmrückteil angeboten. Wenn man vorhat, die „Internationalen Planfilmkassetten“ an eine 10×15 Balgenkamera anzubringen, so kann man natürlich auf Blechkassetten verzichten und auch auf ein Mattscheibenrückteil, da man sich ein solches ohnehin selber bauen muss (siehe: Mattscheiben-Rückteil selbst gebaut).

Ferner muss man sich bewusst sein, dass Compur-Verschluss nicht gleich Compur-Verschluss ist – zumindest was seine Größe anbelangt. Hier wurden verschiedenste Größen hergestellt, die auf Fotos (bzw. in einem Ebay-Angebot) identisch aussehen. Möchte man also nachträglich ein optisches System oder einen neuen Verschluss für seine Kamera kaufen, so sollte man sich nach den Maßen erkundigen.

Und noch ein Tipp für Ebay: Viele Verkäufer wissen nicht, was eine Plattenkamera ist. Stattdessen werden häufig sogenannte „Compur-Kameras“ angeboten. Hier kann man ggf. ein „Schnäppchen“ machen, wenn eine der hochwertigeren (z. B. gar eine Voigtländer Bergheil) als eine solche eben nicht deklariert wird, da der Name selbst sehr unauffällig in der Belederung sitzt.

Hier sollte man dann evtl. öfter einmal reinschauen bzw. die Funktion „Suche speichern“ nutzen: Compur Kamera bei Ebay.

Bedienungsanleitung / Broschüre für Plattenkameras

Und zum Abschluss zaubere ich noch etwas interessantes aus dem Hut: eine alte Anleitung bzw. Broschüre für Plattenkameras bzw. für „Klapp Cameras“, wie es so schön in dem Heft heißt. In der Tat ist die Bedienung der Balgenkameras sehr einheitlich und recht simpel. Dennoch empfiehlt es sich, die Bedienungsanleitung zu studieren, gerade, was den Verschluss anbelangt. Hier wird auf die verschiedenen verbauten Verschlüsse (auch auf den hier schon oft erwähnten Compur) eingegangen. Ein gern gemachter Fehler ist auch, die Kamera vershiftet zusammenzuklappen. Hier wird vergessen, die Verstellungen der Standarte wieder in die 0-Position zu bringen. Als Resultat erhält man dann einen geknitterten bzw. falsch gefalteten Balg – sofern sich die Kamera überhaupt wieder öffnen lässt.

Anleitung Plattenkamera 1
Seite 01
Anleitung Plattenkamera 2
Seite 02 & 03
Anleitung Plattenkamera 3
Seite 04 & 05
Anleitung Plattenkamera 4 historische Verschlüsse
Seite 06 & 07 Verschlusstypen
Anleitung Plattenkamera 5
Seite 08

Öffnen Sie die Grafiken bei einem kleinen Monitor besser in einem neuen Fenster oder speichern Sie das Ziel (nicht die Vorschaugrafik) per Rechtsklick ab. Ansonsten könnte nur eine verkleinerte Version angezeigt werden, bei der die Schrift kaum zu lesen sein wird.

Fotografiert hier eigentlich noch jemand – so wie ich – ernstaft mit der alten Plattenkamera oder dient eine solche Großformatkamera höchstens als nettes Dekorationsstück in der Vitrine?

Artikeldatum: 4.12.2011 / letzte Änderung: 23. Februar 2020

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Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

Oliver Tonndorf | am 26. April 2020

Hallo.

Da ich keinen Kontakt zu Dir finde, mal über diesen Weg.
Ich suche nach einem Weg, meine Linhof TechniColor 9×12 anstatt mit dem üblichen Rückteil mit Planfilm, mit einem Adapter für das Smartphone zu bestücken.
Also mal ausnahmsweise der Weg alte Technik mit neuer Aufzeichnungsmöglichkeit zu versehen.
Hast Du hierzu eine Idee?

Mit freundlichen Grüßen,
O. Tonndorf

o.tonndorf@gmx.de
0177 802 54 99

Tom | am 15. November 2019

Hallo Otto, Kurse oder Ähnliches biete ich leider nicht an. Vielleicht wäre die „Photoklassik Akademie“ etwas für Dich. Dort werden / wurden bereits u. a. auch Kurse fürs Großformat angeboten.

Otto | am 15. November 2019

Hallo, bietest du Kurse an? (Umbau, Handling etc.) Wenn nicht, wäre es vielleicht eine Idee.
Ich möchte analog fotografieren. Der ganze Technik Schnick-Schnack mit Pixel und Handykameras geht mir auf den Senkel. Ich habe Zeit ein Foto zu machen, Schnappschüsse sind nicht mein Ding.

Tom | am 11. Mai 2019

Hallo Rainer, danke für das Lob! Meine Antwort verspätet sich etwas. Ich kann in diesem Fall leider nicht aus eigener Praxis dienlich sein (sondern nur gedanklich). Bisher hatte ich mich nur mit dem umgekehrten Fall beschäftigt (Planfilm in Blechkassetten).
Vermutlich müsstest du solch eine alte Blechkassette für die Glasplatten nutzen, die du irgendwie hinten an die Kamera lichtdicht, fest und plan befestigen kannst. Ggf. mit einem Holzrahmen oder idealerweise mit einem exakten 3D-Druck aus Kunststoff (für den umgekehrten Fall [Planfilmkassette an alter Plattenkamera] gibt es so etwas schon).

Sicherlich bietet sich für einen Eigenbau-Adapter eine internationale Kassette an, bei der man die Rückseite (bzw. die Zwischenwand) aussägt, dass nur noch der Rahmen übrig bleibt.

Diese alten Blechdinger (möglichst ohne Rost und nicht verzogen) bekommt man ja sicherlich recht günstig gebraucht.

Die dicke der Glasplatte spielt ja keine Rolle. Denn die Lichtempfindliche Schicht ist ja immer vorne hin zum Objektiv gerichtet bzw. liegt auf der immer gleichen Ebene (daher die Andruckfedern hinten in den Blechkassetten). Da ist es in einem bestimmten Rahmen egal, wie dick das Glas (nach hinten) noch ist.

Dennoch muss der Fokus bei Eigenbauten immer getestet werden. Zunächst würde ich eine Zeitung oder ähnliches bei Offenblende und der eigentlichen Mattscheibe korrekt fokussieren.

Nun würde ich mehrere Stückchen Kleinbildfilm verwenden sowie eine Glasplatte „opfern“. Auf jene wird in völliger Dunkelheit irgendwie (Sprühkleber, Doppelklebeband, Honig … ?) der Film montiert (Schichtseite hin zum Objektiv, dahinter die Glasplatte). Dies in die Blechkassette einlegen. Nun muss bei Offenblende fotografiert werden. Dies muss dann viele Male wiederholt werden, wobei man natürlich immer etwas den Fokus ändert und sich stets Notizen macht.
Die Filmstückchen schiebt man dann im Dunkeln in die Entwicklerspirale ein. Kratzer, Fingerabdrücke sind hier ja dann nicht schlimm.

Grob kann man vorher sicher schon den Unterschied zwischen Auflagemaß Mattscheibe und Auflagemaß eigene Blechkassettenkonstruktion erkennen bzw. dies beim eigentlichen Test berücksichtigen.

Am Einfachsten und ganz ohne nötige Tests geht es natürlich, wenn man eine gleiche Blechkassette opfert und hinten ein großes Fenster hinein schneidet. Nun legt man einfach eine Mattscheibe ein mit der matten Schicht nach vorne. Das muss natürlich auch alles passen und plan liegen. Zudem braucht man eine feine Kreissäge zum Aussägen des Blechs.

Viele Grüße zurück!

Rainer | am 3. Mai 2019

Hallo Tom,
erstmal auch von mir ein ganz großes Lob für die vielen Infos und die Begeisterung, die Du für die analoge Technik an den Tag legst!
Auf Deinen Artikel bin ich gest0ßen, weil ich mich gerade viel mit überlagertem Material beschäftige und hier auch einige Glasplatten liegen habe, die ich gerne belichten würde. Kameras sind zu Hauf vorhanden, ich würde vermutlich mit meiner Plaubel Peco Universal arbeiten, da habe ich die Wahl zwischen 13×18 und 4×5 bzw. 9×12. Mein Problem ist, dass ich einfach keine Lösung habe, wie ich die Glasplatten in die Internationalen Planfilmkassen bekomme bzw. die Schärfe vernünftig einstellen kann, da ich ja die Materialstärke des Glases berücksichtigen muss. Über eine Tipp, Vorschlag, Gedankenaustausch würde ich mich riesig freuen!
Vielen Dank vorab!

Rainer

Tom | am 7. März 2019

Hallo, hier gibt es in Deutschland sicherlich noch einige Kamerawerkstätten für analoge Fotografie. Vermutlich findet man einige über eine Internet-Suchmaschine. Mir bekannt ist der „Kamera-Spezi“ in Dessau. Ansonsten weiß ich auch nicht weiter. Fraglich ist ja auch, ob es sich lohnt bzw. ob eine Reparatur nicht zu teuer wird. Auch in Internetforen gibt es häufig Tipps (z. B. Einlegen in Waschbenzin), wenn man hier selbst eine Reparatur wagen möchte.

Kurt | am 7. März 2019

hallo
ich habe eine ZEISS IKON Maximar 207/7 geerbt.
Leider sind die langen Zeiten, möglicherweise sogar schon die 1/100 verharzt.
Wo kann man sowas günstig repariert bekommen?
vielen Dank für die Hilfe

Tom | am 5. März 2018

Hallo Sven, ein „offizielles“ Format in dieser Größe ist mir auch unbekannt. Jedoch muss man wissen, dass die Formatangaben nie den tatsächlichen Negativ- bzw. Bildformaten entsprechen, welche man am Ende tatsächlich „bekommt“. Sie sind immer etwas großzügiger angegeben. Ein 9×12-Negativ ist 8,7 x 11,9 cm groß. Meine Kassetten an der Avus (9×12) belichten das tatsächliche Bild auf 8,2 x 11,4 cm. Vielleicht hatte jemand die tatsächlich erreichbare Fläche der Negativschwärzung ausgemessen und daher rühren diese ungewöhnlichen Maße? Schaut für mich jedenfalls nach 9×12 aus.

Sven | am 2. März 2018

Hallo,

tolle Anleitung, sehr informativ – Respekt!

ich habe jetzt eine Plattenkamera mit dem Format 8,5x 11,5cm entdeckt. Irgendwie ein komisches Format, weißt du mehr darüber?

Andreas | am 7. März 2016

Hallo Tom,
seit ca. einem Jahr fotografiere ich wieder analog. Nachdem ich Canon FD Objektive an meiner spiegellosen Kamera genutzt habe wollte ich den immer größer werdenden Objektivpark an einer Kamera nutzen, die dafür gebaut worden ist. Nachdem ich mir eine F-1 gekauft und getestet hatte, wollte ich doch auch mal ein größeres Format ausprobieren. Ich habe erst einen Artikel über die Agfa Isolar gelesen und dann durch Suche nach dem Rada Rückteil auf deinen Blog gestoßen. Hier bin ich auf die Bergheil aufmerksam geworden und habe über deinen Link ein wenig bei Ebay gestöbert.
Da kam die Erinnerung hoch, dass ja noch eine Kiste mit alten Fotoapparaten aus dem Nachlass meines Opas auf dem Dachboden steht. Vor Jahren dort deponiert und dann vergessen. Also die Schachtel heruntergeholt und nachgesehen. Als erstes fiel mir eine Rolleiflex „alter Standard“ in die Hände, dann eine Robot Rollfilmkamera, eine Leica 1 und letztendlich eine Voigtländer Bergheil 6.5×9 mit Rollfilmkassette.
Ich wusste ja, dass mein Opa sich für Fotografie interessiert hat aber nicht das er solche Schätze hatte.
Auf jeden Fall muss ich die Apparate jetzt erstmal säubern und sehen was noch funktioniert.
Auf jeden Fall möchte ich mich für den guten Artikel bedanken, ohne den die Kameras wahrscheinlich in ihrem Dornröschenschlaf verblieben wären
Andreas

Tom | am 11. Februar 2016

Hallo, ich habe leider keinen passenden abzugeben. Ich würde mich an deiner Stelle im „Aphog Forum“ anmelden und dort nachfragen.

Klaus | am 10. Februar 2016

Hallo Tom,

ich bin immer noch auf der Suche nach einem Draht-Auslöser.
Kann mir jemand einen anbieten??? Oder hast Du noch einen abzugeben?
Bitte meldet euch mal.

Klaus

Thomas P. | am 9. Februar 2016

Hallo Tom,
mit den Planfilmhaltern hatte ich mehr Ärger als brauchbare Negative. Ich klemme meinen Film auf die Glasplatte. Wenn in der Mitte zu viel Luft ist, kommt Doppelklebeband drunter, oben und unten auch. Die Schärfeebene geht dann gerade durchs Bild. Den Film entwickle ich einzeln in N 113 in der Schale, Richtzeit 2min, wobei auf die Sekunde genau ausprobiert werden muß. Ab 9×12 und größer ist der Kontaktdruck(Kopierrahmen gibts auf dem Trödel)erst mal Ziel der Arbeit mit den alten Amateurgeräten. So kommt auch derjenige, der keine komfortabel eingerichtete Dunkelkammer hat, zu recht passablen Bildern, die dann die Anmutung haben, als seien sie, so wie damals vor 90 Jahren, von der Glasplatte gemacht worden.
Gruß Thomas P.

Tom | am 20. Januar 2016

Hallo Klaus, danke sehr für den netten Kommentar. Was das Fachwissen anbelangt, macht es mich etwas verlegen: Ich bastele nur gerne an solchen Kameras oder lese hie und da etwas darüber. Bin aber dabei immer sehr praxisorientiert bzw. möchte damit fotografieren. Meine Meinung ist, dass man vor einhundert Jahren vielerorts bereits froh war, dass man überhaupt ein fotografisches Bild erschaffen hat. Doch dann gab es wirklich Fotografen, die die Zeit, die Akribie und das Geld für eine bereits sehr hochwertige Ausrüstung besaßen, um wirklich qualitativ hochwertige Arbeiten anfertigen zu können, die den heutigen nicht nachstehen (zumindest im Porträtbereich).
Bei meinen alten Kameras passten immer die „Standard-Drahtauslöser“. Jedoch hatte ich vor kurzem auch ein Kommentar, wo dies nicht der Fall war. Ich hatte bei meinen Balgenkameras stets farbloses Schuh-Fett benutzt, um das Leder wieder geschmeidig zu machen. Bei mir hatte es gut funktioniert. Das Leder war jedoch noch gut erhalten, das Schmieren sollte nur als Prophylaxe gelten.
Ich werde wohl hier nicht so viele Besuche haben, dass man dir mit dem Alter deines Erbstückes helfen könnte. Doch es gibt ein belebtes deutschsprachiges „Analog-Fotografie-Forum“ mit einigen Liebhabern: http://aphog.de/forum/index.php/BoardList/ Ich würde vorschlagen, dass Du dein Erbstück dort einmal in der entsprechenden Sparte vorstellst.

Klaus | am 20. Januar 2016

Hallo Tom,

ein toller Artikel, der von Fachwissen nur so strotzt. Habe ihn aufmerksam gelesen und bin überrascht, in welcher Tiefe Du Dich mit historischen Kameras beschäftigst.
Ich habe von meiner Mutter eine alte Balgenkamera, die ihr Vater gekauft hat, erhalten und arbeite sie nun mechanisch auf. Macht viel Spaß und ich staune wie präzise man vor 100 Jahren gearbeitet hat, teilweise M 1 oder ähnlich.
Du siehst, ich strebe nicht die Fotografie mit der Kamera an, sondern möchte sie als schönes Erinnerungsstück meinen Kindern überlassen.
Ich brauche auf jeden Fall noch einen „Drahtauslöser“. Kann mir da jemand helfen? Außerdem möchte ich den Balg geschmeidiger machen. Was meint ihr, wo mit und ist es sinnvoll?
Außerdem würde ich gern nach Abschluss der Arbeiten ein Bild in den Blog stellen und um Mitwirkung bei der Bestimmung des Alters und des Herstellers bitten.

Bis bald

Klaus

Tom | am 10. Januar 2016

Hi Jens, ich arbeite seit jeher mit der „neuen“ Nummerierung, also das erste Bild beginnt bei 2, das zweite bei 4 usw. Vielleicht gelten ja irgendwie beide System bzw. ergeben letzten Endes das gleiche, wenn man sie je beachtet. Müsste ja dann eigentlich.

Jens | am 9. Januar 2016

Nochmal zur Rada Rollfilmcassette. Du hattest freundlicherweise eine Gebrauchsanleitung dazu in Deinen Beitrag eingestellt. Allerdings scheint es so, als ob die darin enthaltenen Änderungshinweise betr. Nummerierung NICHT zutreffen: auf aktuell lieferbarem Ilford Film gilt für 6X9 weiterhin die „alte“ Zählung: alle ungeraden Zahlen von 1 – 15 markieren die 8 möglichen Fotos auf dem 120er Film.

Tom | am 30. Dezember 2015

Hallo! Wie ich den Brillantsucher abmontierte, weiß ich gar nicht mehr genau. Ich glaube, ich tat es damals recht brachial, indem ich so einen Ring mit einem Schraubendreher abhebelte. Bei meiner anderen Kamera möchte ich nicht so gewaltig herangehen. Da gelingt es mir nicht.
Zum Link: Sehe auch gerade, dass er nicht mehr geht. Jedoch ist es nur ein „Sprunglink“ weiter nach oben zum selbst gebauten Holz-Mattscheiben-Teil.
Grüße

Jens | am 30. Dezember 2015

Super Bericht! Gut geschrieben, kenntnisreich – Du bist offenbar in der Sache sehr gut zuhause.
Zwei Fragen:
1. wie hast Du den Brillantsucher abmontiert? Spezielle Werkzeug?
unds 2.: ich finde Deine Anleitung zum Selbstbau der Mattscheibe(ncassette) nicht. Der Link scheint nicht zu funktionieren.
Für Hinweise dankt Jens

Tom | am 17. November 2015

Hallo! Ich hatte auch mal ein Rückteil für 6×9-Kameras, ebenfalls von Rada und war bei einer anderen „Ersatzteil-Kamera“ dabei, habe es dann aber verkauft, da meine ja eigentlich für 9×12 ist. Eine Solche Rollfilmkassette müsste eigentlich perfekt an deine (kleine) Avus passen (mit „Normalfalz“). Diese wurden ja speziell für diese Kameras gebaut. Ich bin wahrlich nicht sehr gut im Telefonieren, gerne beantworte ich aber E-Mails! (im Impressum). Grüße, Tom

K.-H. Günther | am 17. November 2015

Hallo Tom,
ich habe eine sehr gut erhaltene
Voigtländer Avus 6,5×9 mit Anastig-
mat Skopar 1:4,5 F 10,5 cm erstanden und möchte diese mit
Rollfilm 6×9 nutzen. Es ist leider keine entsprechende Rückwand dabei.Es gab wohl mal eine 6×9 Rückwand als Zubehör dazu, ist diese zwingend notwendig oder läßt
sich ein RADA 6×9 Rückteil verwenden?
Gern würde ich Dich mal anrufen und
um einige Tipps bitten.
Ich freue mich auf Deine Antwort
Mit freundlichem Gruss
K.-H. Günther

Martina Krügel | am 29. Oktober 2015

Hallo, ich habe eine Zeiss Ikon Laufbodenkamera mit Compur-Verschluss und Dominar-Anastigmat-Objektiv geerbt und keinerlei Ahnung davon. Vielen Dank für die sehr informative Website! Ich werde keine Fotos machen. Interessant ist die Technik aber trotzdem.

Tom | am 5. Dezember 2014

Wunderbar 🙂 Danke für den Link! Sehr interessant (und wichtig) für mich ist die Erläuterung zur Fokusverschiebung bei nasser Silberschicht. Darauf muss man erstmal kommen. Mit Nassplatten / Kollodium hatte ich selbst noch nicht experimentiert. Auch der Hinweis bezüglich der Feuchtigkeit und den original alten Glasplattenhaltern aus Metall behalte ich mal im Hinterkopf für etwaige spätere Experimente. Danke!

Andreas | am 5. Dezember 2014

Zu Deiner Frage ob noch jemand mit diesen alten Kameras fotografiert, Ich setze da noch einen drauf und mache Kollodium Nassplatten damit 🙂 http://kollodium.blogspot.de/2014/01/eine-kollodium-nassplattenkamera-fur.html

E.Witzschel | am 17. Oktober 2014

Fehler: 240 x 300 mm.!!

E.Witzschel | am 17. Oktober 2014

Ich habe eine Plattenkamera weit über 100 Jahre alt, Mahgonigehäuse,
Negativormat 240 x300 cm.
Ich klebe dort auf Glasplatte mittels Reprolack Planfilm auf.
Weiß jemand einen Lieferanten für Planfilm in so großem Format?
Dank im Voraus.

Tilman | am 29. Januar 2014

Hallo Tom,
danke für den Artikel – und noch ein Verrückter mehr. Dein Artikel hat mich auch zum Basteln inspiriert. Ich fotografiere jetzt mit einer AVUS 9×12 mit Eigenbau-Adapter auf 4×5 Inch Rollfilmkassette (Horseman) aus Alu-Profilen. Dazu eine Eigenbau-Mattscheibe mit sog. Blattlinse aus der Bucht (=sehr günstige Fresnel-Linse für eine helle Mattscheibe). Die Mattscheibe ist ganz einfach eine aufgeraute Glasscheibe (Bilderrahmen). Die Faszination des ‚entschleunigten‘ Fotografierens kann ich nur bestätigen! Verarbeitung dann komplett analog in der DuKa…

H.-W. Bürks | am 30. November 2013

Noch ein „Verrückter“, der mit so einer alten Laufbodenkamera fotografiert: Voigtländer AVUS 9×12 mit Skopar 4./13,5cm im total gut funktionierenden Compurverschluß.

Ich habe die Kamera mit 4 Kassetten/ Planfilmeinsätzen und einer zusätzlichen Mattscheibe im Aluminiumrahmen aus der Bucht gefischt. Einstelltuch war auch mit dabei. Das fotografieren mit der Avus, wieder ganz entschläunigt, macht ungeheuer viel Spaß. Am liebsten nehme ich zur Zeit den Fomapan 200 und entwickle die Planfilme selber mit Ilfosol 3 von Ilford in einer 2500 Jobodose mit dem 2509n Planfilmnsatz. Die Filme scanne ich mit einem Epson V750 Pro für die weitere Verarbeitung.

Herzlichen Dank für die vielen tollen Informationen auf der Seite.

Tom | am 7. November 2013

Hallo, es ist zwar nur ein geringer Unterschied zwischen 4×5 Inch und 9×12, aber das bisschen Fläche mehr macht sich bereits in der Schärfentiefen-Geschichte bemerkbar. Bitte beachten Sie auch, dass geringe Schärfentiefe – bei gleichem Motivausschnitt – kaum durch mehr Brennweite realisierbar ist siehe diesen Artikel: https://fotografische.de/kameras/tiefenscharfe-schaerfentiefe

Volker | am 30. September 2013

„Auch kann die kleinere 9×12-Plattenkamera – im Gegensatz zur “Großen” 4×5 Inch-Kamera – eine Sache nicht ganz so gut wie die 4×5 Inch-Variante: die malerische Wiedergabe bzw. das in Unschärfe versinken lassen des Vorder- bzw. Hintergrundes -> bei möglichst breiter Kulisse. Zwar wird das Motiv im Format 9×12 noch in einem sehr hohen Abbildungsmaßstab abgebildet – was ja einer der beiden Faktoren für geringe Schärfentiefe ist. Die größte Öffnung des Objektives von 1:4.5 ist für diesen Abbildungsmaßstab aber schon zu gering, um entsprechende Effekte zu erzielen.“

Verstehe ich nicht. Sie möchten extrem geringe Schärfentiefe an der 9x12cm Kamera erreichen? 4×5″ und 9x12cm sind doch fast identische Formate. Die Schärfentiefe würde, bei konstanter Blende von 4.5, doch nur zunehmen wenn die Brennweite der 9x12cm Kamera viel geringer ist, als die der 4×5″ Kamera. Ist das der Fall? Die 165mm der 4×5″ Kamera entsprechen etwa (geschätzt) 50mm am Kleinbild. An der 9x12cm Kamera wird doch bestimmt kein Weitwinkel Objektiv dran sein!?

Michael G. | am 3. April 2013

Danke für den Artikel!
Auch ich nutze eine Voigtländer Avus mit Rada Rollfilm Kasette – allerdings die kleine 6×9 mit dem Skopar 4,5 10,5cm im „Ring“ Compur Verschluß – eine etwas ältere Avus 6×9 mit „Rad“ Compur und ebenfalls dem Skopar 4,5 10,5cm ist gerade im Anflug und wird dann erstmal restauriert, da doch sehr gebraucht.
Auch nutze ich noch eine Voigtländer Rollfilm mit diesem Objektiv als kleine Klappkamera für Landschaftsaufnamen.

auch im Kleinbild hat mich das voigtländer Virus schwer getroffen 😉 – ich liebe meine Bessamatic.

Bernd Degen | am 25. März 2013

Nehmt mal mit mir Kontakt auf! Wegen Selbstbau usw.

Oliver | am 25. Februar 2013

Zeiss Donata mit Rollfilm Rückteil.
Danke für den Artikel !!!

Hermann Ritschard | am 24. Februar 2013

Hallo Tom
Ich fotografiere seit über 20 Jahren mit einer umgebauten Plattenkamera. Ich habe einen Rahmen darum gebaut, hinten einen Einschub für Mattscheibe und Filmkassetten, die von zwei Federn eines Bilderrahmens vorn angedrückt werden. So kann problemlos eine 9/12 Kamera verwendet werden. Sollte jemand eine Anleitung wünschen, könnte ich eine machen (ritschard.hermann@vtxmail.ch). Das Kompendium ist aus schwarz lackierten Karton, zum Aufstecken auf das Objektiv, mit Filtereinschub.
Ich fotografiere abgeblendet, möglichst alles scharf, so dass die superscharfen, aber weniger Lichtstarken Objektive auch geeignet sind, wie Dagor oder Tessar 6.3. Fürs Tessar gibt es Distar- und Proxar-Vorsatzlinsen, so hat man 3 Brennweiten. Beim Dagor nimmt der Bildwinkel mit dem Abblenden zu, bis 90 °, so dass sicher keine Vignetierung auftritt.
Der Verschluss muss meist vom Fachmann überholt werden, was aber nicht viel kostet.

Tom | am 6. Februar 2013

Hallo,
ich hatte zwar bisher nur zu Testzwecken mit Fotopapier fotografiert. Aber ich würde mir hier Gedanken zur Kontraststeuerung machen. Sicherlich wäre ein weicheres Papier hier sinnvoller als ein hartes – gerade, wenn starke Kontraste (direkter Sonnenschein) im Bild sind. Man könnte ja auch mal versuchen, mit Multikontrastpapier zu fotografieren und dieses mittels Filtern vor dem Objektiv in der Gradation steuern. Ich würde bei Papier von einer Empfindlichkeit von ca. 6 ASA ausgehen. Dummerweise hat man immer ein Negativ (es sei denn, man nimmt dieses Positiv-Papier).

Bernd Degen | am 5. Februar 2013

Hallo, habe große Sammlung alter Kameras und möchte gerne wieder 8×10 inches (direkt mit altem Fotopapier) Kontaktbilder machen. Also statt Film- Negativen direkt Fotopapier belichten und entwickeln. Gibt es dazu Tipps und Anleitungen? Habe einige „Eigenbau“ Kameras, teils aus USA gesammelt. Gruß Bernd Degen
Email privat@discusdegen.de

Tom | am 4. Oktober 2012

Hallo,

für ein modernes Rollfilmrückteil (4×5 Inch-Außenmaße) könnte man einen Rahmen aus Holz am Kameragehäuse anbringen. So etwas hatte ich schonmal gesehen. Daran könnte man das Rückteil dann klemmen. Hier müsste dann aber auch eine entsprechende Mattscheibe passend aufliegen – und mit der Auflageebene des Film übereinstimmen.
Zum alten Rollex-Rückteil: Ich hatte mal eine Kamera, die Kratzer produziert hatte. Ich habe dann die Filmlauf-Flächen mit sehr feinem Schmiergelpapier behandelt. Das hatte schonmal geholfen. Aber leider nicht vollständig, sodass ich die entsprechenden Flächen mit Paketklebeband (sehr dünnes und glattes Material) abgeklebt hatte. So gings ganz gut.

Tom

R.Dieringer | am 4. Oktober 2012

Hallo Tom,
mir ist eine Zeiss Ikon Trona zugeflogen und nutze sie.
Siehst Du eigentlich eine Chance ein modernere Rollfilmkassette zu installieren ?
Mein Rollex-Rückteilproduziert Kratzer 🙁
rodi@fam-dieringer.de

Danke für die Mühe
Rolf

Tom | am 28. Dezember 2011

Hallo. Kein großer Aufwand! Die Bedienungsanleitung für die Rada Rollfilmkassette war schnell eingescannt. Ich habe sie nun im Artikel verlinkt. Gut zu sehen ist auch der nachträglich eingeklebte Hinweis auf die zu beachtenden Filmzahlen im Fenster für das 6×9-Format. Scheinbar waren die Rollfilme ganz früher mit einem anderen Zahlenindex auf der Rückseite des Schutzpapiers versehen. Wenn das aufgehende Bild zu klein sein sollte, bitte das Browserfenster größer machen (und dann das Bild neu öffnen) oder das (geöffnete) Bild per Rechtsklick runterladen.

T. Wegner | am 28. Dezember 2011

Hallo, auf dem einen Bild ist die bedienungsanleitung für die Rada Rollfilmkassette zu sehen. Wäre es ein großer Aufwand diese ebenfalls hier hochzuladen? Ich hab mir kürzlich über Ebay ein Rückteil ersteigert.

Tim | am 22. Dezember 2011

Hi Tom! Mensch ich habe jetzt bestimmt eine ganze Stunde mit dem Artikel verbracht! Sehr interessant- Danke! Ich habe noch eine alte Klappkamera (Flohmarkt). Verschluss (ebenfalls Compur von F. Deckel München) läuft noch sehr gut! Aber ich würde sie auch nur mit einem Adapter für Film benutzen Rollfilm. Kann planfilm nicht entwickeln. Laut dem Rada Katalog müsste sie den Millionfalz haben also flach. Mal sehen, ob ich ein Rollfilm-Rückteil bekommen kann.


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