Konventionelles, Unkonventionelles, Tipps und Tricks zur Fotografie

Bessere Schärfe bei Flachbettscannern am Beispiel der Epson V750 V700 Pro + 800 / 850er

Wer einen guten Negativscanner benötigt jedoch hierfür nicht eintausend Euro ausgeben möchte, der wird irgendwann auf die Scanner von Epson stoßen und zwar über die Modelle V700 / V750 bzw. V800 und 850. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie man hier die Auflösung bzw. die Schärfe bei diesen Geräten mitunter ordentlich steigern kann! Hinweis: Die Tipps sind auch auf andere Flachbettscanner übertragbar.

Werbung

*Dieser Artikel ist gar nicht der, nach dem Sie eigentlich suchten? Vielleicht interessiert Sie jener mehr:
Architekturfotografie: E-Book als kostenlose PDF
Dies ist der erste Teil meines Artikel-Dreiers „Negative richtig digitalisieren“. Los geht’s mit der „Hardware“ am Beispiel der bekannten Epson Scanner. Jedoch lassen sich diese Fokus- und Schärfetipps auch auf alle anderen Negativ-Scanner übertragen, die das selbe Prinzip („Flachbett“ mit Durchlichteinheit) nutzen.
Negativ gescannt mit Epson 4990Bei den Bildbeispielen bzw. Test-Scans in diesem Artikel handelt es sich immer um den Ausschnitt von diesem Foto (ein 6×6 Mittelformatnegativ).

Seit einiger Zeit hat Epson seine neuen Filmscanner heraus gebracht: Die Modelle „V800“ sowie „V850“. Sie lösen die Vorgänger „V700“ bzw. „V750“ ab. Offenbar werden die neuen Epson Perfection Scanner rein technisch keine besseren Bildergebnisse liefern können als ihre Vorgänger.

Doch halt! Was sind denn das für neue Negativmasken? Diese besitzen nun zum einen ein „Antinewtonglas“ (sieht mir aber eher nach Plastik aus) und zum anderen lassen sich die Filmhalter in der Höhe verstellen!

Es ist beim Scannen von Negativen sehr wichtig, dass diese über ihre gesamte Fläche genau im Fokus des Scanners liegen!

Natürlich könnte man sagen: Gut, ich lege meine Negative einfach direkt auf das Scannerglas und darüber noch ein Anti-Newtonglas. So erhalte ich absolute Planlage bzw. muss mir keine Gedanken über ein „Durchhängen“ der Negative machen. Doch Moment: für diesen Fokus-Bereich ist eine minder gute Scan-Optik bei den Epson-Scannern im Einsatz! Etwas weiter höher im Fokusbereich kommt dann erst die bessere Optik zum Einsatz, mit welcher eine höhere Auflösung erlangt werden kann. Kurzum: Man benötigt bei den Epson V800 / V850 Scannern und deren Vorgängern die Filmhalter, möchte man das Beste aus den Scanns heraus holen.

Die Filmhalter nutzen, nicht direkt auf Glas scannen

Vergleich zwischen Glasfläche und Filmhalter

Hier sehen Sie den Unterschied, wenn man direkt auf Glas scannt (rechts) oder den Filmhalter nutzt (linkes Bild). Der Qualitätsunterschied ist nicht frappant. Doch er ist sichtbar. Der Scan mit Filmhaltern ist „crispier“, wie der Brite sagen würde. Er besitzt eine höhere Auflösung.

Plustek OpticFilm 8200i SE 35mm Dia/Negativ Filmscanner (7200 dpi, USB) inkl. SilverFast SE

Der kompakte Plustek OpticFilm 8200i gehört zu den beliebtesten Negativ- und Diascannern im preisgünstigen Bereich. Zwar ist er im Gegensatz zum Epson Perfection 800 nur für das Kleinbild geeignet. Er ist jedoch nur ca. 1/2 so teuer! Auf Amazon kann man sich dazu ein Bild von den positiven Kundenbewertungen machen.

Auf Amazon ansehen
Werbung

Natürlich hatte ich in meiner Scan-Software (Silverfast) angegeben, dass sich das Negativ direkt auf Glas befindet bzw. (etwas höher) in den Filmhaltern. Denn die Software schaltet dann zwischen den beiden Linsen um. Daher steht übrigens auf den V800er / V700er Scannern von Epson auch „Dual Lens System“ drauf.
Beachten Sie dies bei Ihrem Epson-Scanner, erreichen sie allein dadurch schon eine bessere Qualität. Voraussetzung ist jedoch, dass sich der Filmhalter (bzw. die Negative darin) genau im Fokus der (besseren) Linse befinden! Und daher muss vorher noch etwas experimentiert werden:

Den genauen Fokuspunkt des Scanners ermitteln

Genau so, wie man beim Selbstvergrößern von Negativen die Schärfe einstellen muss, muss das Negativ auch beim Scannen im genauen Fokuspunkt bzw. Brennpunkt der Scann-Optik sitzen! Leider ist dies von Haus aus bei Epson offenbar nicht unbedingt gegeben! Wahrscheinlich sind minimale Fertigungstoleranzen der Grund hierfür. Für einen möglichst detailgenauen, hochauflösenden und scharfen Scann (insbesondere bei kleinen Vorlagen wie das Kleinbildformat) ist es daher wichtig, die Negativmasken exakt in der Höhe zu korrigieren! Die Masken der neuen Epson Perfection Scanner V800 und V850 besitzen endlich fein korrigierbare Korrektur-Füßchen. Die Filmhalter für den Epson V700 und V750 sind jedoch etwas einfacher gestaltet:

eine Halterung für Negative zum Scannen

Sehen Sie nur: Was viele nicht wissen, ist dass sich bereits die Negativhalter der Epson Perfection 700 bzw. 750 von Haus aus in der Höhe korrigieren lassen! Hierzu befinden sich unter jeder Halterung mehrere kleine Plastikfüße, welche sich:

der Epson Scanner V750Mein treuer Epson V750 Pro.

Bei jeder Position wird die Höhe leicht geändert!

Die Filmhalter der neuen Scanner V800 bzw. V850 besitzen statt der rudimentären Füßchen mehrstufige Raster, was eine sehr wichtige Neuerung bedeutet! Scannt man jedoch mit den alten Masken, dann kann man die Höhe jedoch auch folgendermaßen variieren:

den Fokus beim Scannen treffen

Bei meinen Haltern war es so, dass der exakte Brennpunkt bzw. der richtige Fokus über dem Plus war bzw. dass er sich recht weit oben befand. Also nahm ich einfaches Krepp-Klebeband und legte jeweils immer drei Lagen nach. Dann scannte ich meinen Bildausschnitt und fertigte eine Übersicht aller Scanns an. Natürlich durfte ich nicht vergessen zu notieren, wie viele Lagen Krepp-Klebeband für welchen Scann galten:

mehrere Fokus-Scans des Epson 750Bei diesen Scans wurde schrittweise der Filmhalter erhöht. Im Detail ist zu sehen, dass das Bild leicht schärfer wird. Bei „9 Lagen“ nimmt die Schärfe jedoch wieder ab. Bei meinem Scanner lag der perfekte Fokus also bei ca. 6 Streifen Klebeband. Sie können die Grafik per Klick auch noch vergrößern.

Filmhalter VergleichHier sehen Sie den Unterschied: Rechts ist die nicht korrigierte Höhe meines Filmhalters des Epson V750. Die Füße stehen auf Position „Null“. Links dagegen ist die korrigierte Version mit mehreren Lagen Kreppklebeband. Der Unterschied ist deutlich zu sehen! Betrachten Sie hier am besten wieder die mit Moos bewachsenen Steine im Hintergrund. Beide Bilder wurden natürlich nicht unterschiedlich bearbeitet. Die bessere Schärfe bzw. die höhere Auflösung der linken Grafik wird allein durch den genaueren Fokus erreicht. Tatsächlich hat sich ergeben, dass der exakte Fokuspunkt bei meinem Scanner bei ca. 3,5 mm über dem Grundglas liegt.

Werbung

Korrektur der Epson-Filmhalter

BenQ BL2420PT 60,96 cm (23,8 Zoll) Monitor (VGA, DVI, HDMI, USB, 5 ms Reaktionszeit, Höhenverstellbar, Pivot, Lautsprecher) schwarz

Der Nachfolger des 2410er ist der BenQ BL2420PT. Für einen Bruchteil des Preises für professionelle Monitore bietet er ebenfalls eine nahezu 100%ige sRGB-Abdeckung und ist zudem profilierbar, besitzt also wichtige Eigenschaften für die Grafikbearbeitung am Computer.

Auf Amazon ansehen
Werbung

Und hier sehen Sie die Endversion meiner Korrektur: Die Krepp-Unterlagen wurden zurecht geschnitten. Durch das weiche Material brauche ich mir auch keine Gedanken bezüglich Kratzern auf der Glasoberfläche machen. Apropos: Ein Vorteil der erhöhten Filmlage mit den Haltern ist natürlich auch, dass besagte Kratzer oder Staub auf dem Scannerglas nicht oder kaum zu Tage tritt.

Durchhängende Negative: Anti-Newtonglas benutzen

Je breiter die Negative sind, die in die Filmmasken eingelegt werden, desto höher ist das Risiko, dass diese in der Mitte durchhängen. Dies darf natürlich keinesfalls sein! Denn dadurch wäre der Fokus (den wir vorher akribisch überprüft- bzw. ermittelt hatten) an dieser Stelle freilich ein anderer als an den Seiten der Filmstreifen. Sie nutzen in Ihrer Kamera ja auch eine „Andruckplatte“. Diese Platte ist oft federgelagert und sorgt dafür, dass der gesamte genutzte Filmbereich exakt plan bzw. dem Objektiv parallel gegenüber liegt. Dies muss freilich auch beim Scannen realisiert werden! Doch die normalen Filmhalter mit den Bügeln sind hierzu kaum zu gebrauchen (insbesondere beim Mittelformat).

Hier gibt es eine Lösung: Es wird über das Negativ eine sogenanntes Antinewtonglas gelegt (eine transparente Andruckplatte sozusagen). Dieses Glas hält das Negativ plan, provoziert jedoch keine Newtonsche Ringe, wie es normales Glas tun würde. Auch beim Vergrößern von Negativen im Fotolabor nutze ich dieses Glas. Das Ermitteln der perfekten Höhe der Epson-Filmmasken sollte man am besten auch nur mit einem solchen Glas vornehmen oder wenigstens zum Vergleich nur ein Bildelement am Rand des Negativs wählen.

eone Glaseinlage für Epson Scanner

Auf dieser Abbildung sehen Sie eine der besagten Anti-Newton-Glaseinlagen (AN-Glas) für meinen Epson-Scanhalter für Mittelformat-Rollfilme. In der oberen Halterung befindet sich die Glasscheibe. Normalerweise besitzt diese Filmhalterung meines Epson V750 Pro hier zwei „Bügel“ aus Plastik. Diese kann man jedoch recht einfach entfernen. Und anstelle dieser Plastikrahmen werden einfach Glaseinlagen aufgelegt! Die Firma Monochrom bietet diese Glaseinsätze passend für mehrere Epson-Scanner in unterschiedlichen Formaten an. Ich scanne nur noch mit diesen Glaseinsätzen. Edit: Offenbar bietet die Firma diese Gläser leider nicht mehr an.

Filmhalter 6x9 für den Flextight-ScannerFilmhalter für das Format 6×9 des Flextight-Scanners: Diese (magnetischen) Filmhalter sind biegsam und werden gewölbt gescannt, wordurch hier nichts „durchhängen“ kann. Beim Flachbettscanner muss man sich anders behelfen.

Weiterhin bietet die Firma „Better Scanning“ (englischsprachige, unübersichtliche Internetseite) entsprechende Scanhalter-Alternativen an. Das Thema ist also alles andere als nicht relevant! „Better Scanning“ stellt zusätzlich auch alternative Masken für Canon-, Agfa- und Microtec-Scanner her.

Es ist bei der Verwendung einer Anti-Newtonscheibe auf Folgendes zu achten: Rollfilme müssen zur Mitte hin leicht gewölbt sein! Sie sollten beim Scannen unter Glas also eine Eigenschaft aufweisen, die man eigentlich nicht wünscht. Doch nur durch die Wölbung ist eine gute Planlage möglich: Auf diese Wölbung wird nun das AN-Glas gelegt. Dieses drückt die Negative nun elegant plan bzw. erzeugt eine gewisse Spannung. Wäre vorher keine Wölbung vorhanden, würden die Negative freilich auch hier nach unten „durchhängen“, denn das Glas kann nur von oben aufgesetzt werden (siehe Bild).
Daher wölbe ich meine Negativstreifen vor dem Scannen leicht per Hand, sollten sie zu platt sein. Das macht ihnen nichts aus.

Ein Sandwich aus zwei Glasträgern nutzen

Die bisher besten Ergebnisse konnte ich jedoch mit dieser Konstruktion erhalten:

Glashalter für Filmscanns

Hier verwende ich einfach die sehr klaren Gläser aus der Bildbühne meines Vergrößerers aus dem Fotolabor. Wieder wurden die Füßchen (Malerkrepp) genau so hoch bemessen, dass der Film ganz genau im Fokus liegt. Dies geht freilich nur durch viele Testscans eines Details und das schrittweise Erhöhen der Lagen. Auf das untere Klarglas wird der Film mit der (leicht raueren) Schichtseite nach unten gelegt und obendrauf kommt das Antinewtonglas, welches die bereits angesprochenen Newtonringe verhindert. Mit dieser „Sandwich-Methode“ erhalte ich am unkompliziertesten die beste Auflösung / Schärfe, da ich sicher sein kann, dass sich auch größere Filmformate absolut plan genau im Brennpunkt der Scan-Optik befinden.

Alternative für Anti Newton Glas

Tipp: Als Alternative zu echtem Anti Newton Glas empfiehlt sich entspiegeltes Bilderrahmen Glas. Zumindest beim Abfotografieren von der Leuchtplatte habe ich hier keine qualitativen Unterschiede gegenüber echtem AN-Glas feststellen können. Die berüchtigten Ringe treten auch hier beim Rahmenglas nicht auf, da dieses (das „Atireflex-Glas“) ebenfalls eine ganz leicht gekörnte Oberfläche besitzt. Möchte man dieses beim Scannen nutzen, muss alles genau anders herum montiert werden als bei dieser Grafik beschrieben (denn die Scan-Zeile sitzt ja unten).

Die gleiche Qualität, nur komplizierter, erhält man mit der Technik des Nassscan:

Nass-Scannen

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die Ergebnisse für die Epson-Scanner V700 bis V850 sowie für den Perfection 4990 zu optimieren: Man scannt nass! Ja, dies ist tatsächlich geläufig bzw. kein Geheimtipp. Der Film wird auf eine Glasfläche geheftet, welche vorher dünn mit einer speziellen Flüssigkeit („Scan Fluid“) bestrichen wurde. Hierdurch wird eine noch bessere Planlage als durch die zuvor erwähnten Glaseinsätze ermöglicht. Freilich muss die Höhe der Glasfläche penibel ausgetestet werden! Auf dieser Seite demonstriert jemand sehr gut, wie nah ein Nass-Scan vom Epson V700 an die Qualität eines Hasselblad Flextights herankommt.

Negative nass scannen

Ich hatte das Nassscannen ausprobiert. Der Vorteil liegt auf der Hand: eine gleichmäßige Planlage der Negative und zwar genau im Fokusbereich der Scanner-Linse. Ich erhalte jedoch mit dem Anti-Newton-Glas als Sandwich mit Klarglas die gleichen Ergebnisse! Für mich hat sich das nasse Scannen also bereits erübrigt.

Werbung

Scannflüssigkeit und Klebeband

Zum Nasscannen benötigt man eine spezielle Scanflüssigkeit („Fluid“) sowie ein spezielles Klebeband, welches a) keine Rückstände auf dem Film hinterlässt und b) nicht durch das Scan-Fluid in der Klebewirkung beeinträchtigt wird. Mir ist das Nass-Scannen zu aufwendig. Auch müssten dann die Negative einzeln geschnitten werden! Ich möchte meine Rollfilme jedoch mindestens in 3er Streifen archivieren.

Vergleich mit Imacon Flextight

Der „Imacon Flextight“ bzw. Hasselblad Flextight zählt zu den echten Filmscannern mit hoher Detailauflösung. Sie kosten ein Vielfaches von z. B. eines Epson V800 Scanners. An der Uni habe ich die Möglichkeit, auch an einem Flextight zu scannen und wollte natürlich wissen, inwiefern sich die Scann-Ergebnisse unterscheiden:

Vergleich Imacon Flextight und Epson V800

Imacon Flextight mit FilmmaskenDer Imacon Flextight Scanner.

Die Grafik kann auch per Klick vergrößert werden. Per Rechtsklick kann sie auch in einem neuen Fenster geöffnet werden. Es ist zu sehen, dass der Flextight natürlich etwas besser d. h. hochauflösender scannt. Jedoch ist der Unterschied keinesfalls so hoch, wie man es vielleicht annimmt! Schauen Sie sich hierzu auch noch einmal das Originalfoto an, aus welchem der Bildausschnitt stammt. Lediglich winzige Details machen den Unterschied zwischen den Ergebnissen eines Epson V750 und dem Hasselblad / Imacon Flextight 646 aus. Man sieht sie nur, wenn man mit der Nasenspitze vor einer Großvergrößerung hängt und direkt vergleichen kann. Dies bezieht sich auf das Negativformat 6×6. Im Kleinbild schaut dies vielleicht mehr zu Gunsten des teuren Flextight aus. Je größer das Negativformat desto weniger Anspruch muss an die Qualität des Scanners gestellt werden. Bei dem Vergleichsbild wurden übrigens sowohl der Scan mit dem Flextight-Scanner als auch jener mit dem Epson per Software nachgeschärft.

Dass das Ergebnis meines Epson V750 Pro dem eines Imacon Flextight ähnelt, ist jedoch nur dadurch möglich, dass ich a) den Fokuspunkt des Scanners genau ermittelte und b) für eine gute Planlage (via Glas) meines Negativs sorgte. Weiterhin ist unbedingt der richtige Umgang mit der Scan-Software und der Bildbearbeitung wichtig (siehe die beiden nächsten Artikel).

EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber
EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber
von Epson

Mit dem neuen Epson V800 kann man Negative und Dias scannen, welche fast so eine hohe Auflösung besitzen wie ein äußerst teurer Profi-Scanner. Man muss sich hierfür jedoch auch in gewisse Scann-Techniken belesen (Suchfunktion dieser Seite). Auf Amazon gibt es die Epson-Perfection-Serie zum günstigen Preis.

EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber EPSON B11B224401 Perfection V850 Pro Scanner (Vorlagen, Dias und Filmnegative scannen) schwarz/silber
Unverb. Preisempf.: € 999,99 Du sparst: € 225,38 (23%) Preis: € 774,61 Auf Amazon ansehen in den Amazon Einkaufswagen
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten  | Anzeige
Werbung | Preis(e) zuletzt aktualisiert am 27. September 2020 (kann sich zwischenzeitlich geändert haben). Preis je inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Da je ein Fremdangebot: Alle Angaben ohne Gewähr.

Ein nachträglicher Hinweis: Es hat sich heraus gestellt, dass man die Auflösung bzw. Detailschärfe beim Epson-Scanner noch ein ganz kleines bisschen erhöhen kann, wenn man tatsächlich bei 6400 DPI scannt. Im Anschluss kann die Grafik jedoch wieder um 50% verkleinert werden (Größe wie ein 3200-DPI-Scan). Vergleicht man nun aber beide Grafiken miteinander, wird die Digitalisierung, welche bei 6400 DPI stattfand, ein ganz kleines bisschen schärfer erscheinen! Diese Unterschiede sind marginal und nur bei direktem Vergleich bei einer 100%-Ansicht sichtbar, aber sie sind vorhanden!
Ich hatte auch einmal einen 1600-DPI-Scan mit einem (um 50% verkleinerten) 3200-DPI-Scan verglichen: Hier gibt es durchaus einen sichtbaren Unterschied zugunsten der höheren Auflösung! Es ist also augenscheinlich davon auszugehen, dass mein Epson Perfection V750 bei korrekt justierten Haltern und guter Planlage tatsächlich über 1600 DPI scannen kann.

Dies war der erste Teil meines Artikel-Dreiers „Besser Scannen“. Wenn Sie wissen möchten, welche Einstellungen bei dem Programm „Silverfast“ äußerst wichtig für eine perfekte Digitalisierung des Negativs sind, sollten Sie sich auch den zweiten Teil anschauen. Wenn Sie jedoch die richtige Bildbearbeitung der gescannten Daten interessieren, können Sie gleich zum dritten Teil gehen.

Artikeldatum: 27.06.2016 / letzte Änderung: 13. Juli 2020

Werbung

Momentchen – Es gibt hier noch mehr interessante Artikel:

Anonymous | am 29. Juli 2020

Hallo Thomas,
tausend Dank für diese site, ohne Dich hätte ich das Teil wohl wieder zurückgeschickt. 😉

Eine Frage zu folgendem Text: „Ein nachträglicher Hinweis: Es hat sich heraus gestellt, dass man die Auflösung bzw. Detailschärfe beim Epson-Scanner noch ein ganz kleines bisschen erhöhen kann, wenn man tatsächlich bei 6400 DPI scannt. Im Anschluss kann die Grafik jedoch wieder um 50% verkleinert werden (Größe wie ein 3200-DPI-Scan).“

Kannst Du teilen wie man diesen Arbeitsschritt bewerkstelligt? In welcher Software ist das wie möglich? (ich nutze Silverfast)?

Danke & VG
Sasha
Sascha

Tom (Admin)
Hallo Sascha, im Hauptfenster von Silverfast kannst du doch den DPI-Wert einstellen. Bei mir brachte dies einen kleinen Vorteil. Probiere das mal aus bzw. vergleiche, ob es was bringt.
Viele Grüße zurück!

SAUVE | am 25. Juli 2020

HI THOMAS,
I am very interested by the sandwich method so…can you tell me more detail about the thickness of the masking tape just under of first glass and just under the second glass in corner……so beginning from glass of V750 to the glass on top of the second small glass. Can you include more photo about this procedure

Ich hätte gerne Details zum Scannen mit einem epson v750 mit dem normalen Glasfilm. Wie hoch ist nach Ihren Tests die Höhe in mm vom Scannerglas bis zur Oberseite des ersten Glases und auch bis zur Unterseite des zweiten Glases, wenn man bedenkt, dass Sie die Tests bereits durchgeführt haben? Wie dick ist das Klebeband, um das Glas anzuheben? DANKE Thomas

Tom (Admin)
Hello

Unfortunately I can’t give you any more exact information, because I don’t own the scanner anymore (I now digitize with a digital camera and take pictures from a light panel).

SAUVE | am 24. Juli 2020

Hallo Thomas,
Ich würde gerne wissen, ob Sie die Gelegenheit hatten, Höhentests des V700 durchzuführen, den ich -V750 bezüglich des Slide-Scans habe. Ich verwende die Silverfast AI Studio-Software. Mein erster Test mit Schichten aus 6-lagigem Klebeband … ergab ähnliche Ergebnisse von Position 0 unter der Tablettstütze. Ihre Analyse wäre … ???
Von Marcel … Quebec Kanada

Tom (Admin)
Hello Marcel

with my scanner I made many tests / comparisons. With a 100% view I could see the best results with the Epson V750 with the position „+“ and adhesive tape with 6 layers. But this is marginal. Everybody has to test it on his own model. There are obviously differences between the models.

Many greetings,

Thomas

SAUVE | am 24. Juli 2020

Hi Thomas
I would like to know if you have any test-Tuto concerning the scan of the slide, the procedure and some information ( mm height) about this best scaning …..I use Silverfast AI Studio

Tom | am 28. November 2019

>> Wie hoch löst der Epsonscanner denn tatsächlich auf?

Das kann ich leider selbst nicht heraus finden. Es gibt zwar Tests hierzu im Netz. Dort wird aber nicht beschrieben, auf welche Art das Testnegativ platziert wurde. Doch dies ist ja gerade die Achillesverse bei diesen Flachbettscannern: Die Vorlagen müssen exakt (im Fokus und ohne Durchhängen) platziert werden, was mit den mitgelieferten Haltern häufig nicht ohne Weiteres geht.

Also hatte ich die Ergebnisse einfach mit zwei „professionellen“ Scannern verglichen und erhielt nur marginale Unterschiede mit meiner Technik. So schlussfolgere ich, dass die Dinger was taugen. Gedruckt hatte ich auch bis Din A1 (vom 6×9-Negativ) und da gab es überhaupt nichts zu beanstanden. Vom Kleinbild ergibt diese Druckgröße natürlich kaum Sinn, wenn man auch näher heran treten möchte, das drückst du so ja auch aus, egal mit welchem Scanner digitalisiert.

Frau Müller | am 27. November 2019

«………. inwiefern große Drucke bei (bei mir) ca. 20 Megapixel im Vergleich dazu aussehen, wenn ich die Negative vorher gescannt hatte. Denn beim Scann erhält man rein rechnerisch höher aufgelöste Daten.»

Hallo Thomas,

bzgl. der Auflösung dürften die Unterschiede verschwindend gering sein. Es steht und fällt mit der Qualität des verwendeten Objektivs. Weiter habe ich den Verdacht daß viele Scanner nur unnötige Pixel produzieren die nach viel aussehen aber tatsächlich nur überflüssiger Datenmüll sind. Wie hoch löst der Epsonscanner denn tatsächlich auf?

Wenn ich mich nicht täusche liefert ein Kleinbildscanner mit 4000 dpi (tatsächliche physikalische Auflösung) eine Datei mit einer Größe von ca. 45×30 cm. Ähnliche Ergebnisse bekommt man von einer 24 Megapixelkamera. Solche Werte schafft der Epson wohl nicht.

Ein weiteres Kriterium stellt sicherlich das verwendete Filmmaterial dar. Sind im Negativ überhaupt genügend Informationen vorhanden um den Scanner oder die Digitalkamera physikalisch an die Grenzen zu bringen? In meinem Fall eher nein. Meine Filme, XP 2 und HP 5, zählen nicht zu den Spitzenreitern in Sachen Auflösung. Rollfilme (HP 5) «scanne» ich mit einer Kamera mit weit mehr als 24 Mpixel. Ich drucke die Bilder vom Rollfilm niemals größer als 40×40 cm. Bis heute konnte ich mich noch nicht über die technische Qualität der Ergebnisse geklagen. Sie reichte immer mehr als genügend aus.

Tom | am 27. November 2019

Beim Epson ist es ebenso: Ohne Glas geht bei Kleinbild recht gut, Rollfilme hängen oft durch.

Ich habe leider keine Erfahrung im Abfotografieren. Hätte ich dafür eine passable Makro-Optik, würde ich es einmal probieren. Insbesondere würde es mich interessieren, inwiefern große Drucke bei (bei mir) ca. 20 Megapixel im Vergleich dazu aussehen, wenn ich die Negative vorher gescannt hatte. Denn beim Scann erhält man rein rechnerisch höher aufgelöste Daten. Aber ob dies tatsächlich relevant ist für einen Din-A2-Druck?

Wie auch immer: Ich fotografiere / scanne viel seltener als früher. Da bleibe ich bei meinem einstudierten „Workflow“.

Frau Müller | am 26. November 2019

Hallo Thomas,

Dein Bericht über die Scanner von Epson ist lesenswert. Da steckt viel Liebe zum Detail darin. Aber für mich aus der Praxis ist das alles viel zu umständlich.

Zugegeben, ich mache mir mein Fotografinnenleben einfach. Aber wieso soll ich unnötig Zeit vergeuden wenn es doch angenehmer geht?

Rollfilme fotografiere ich nur noch ab. Dazu verwende ich eine digitale Kleinbildkamera. So muß ich nicht im Abbildungsmaßstab 1:1 werkeln. Für Kleinbildfilme setzte ich immer eine APS-Kamera mit 12 Megapixeln ein. Das reichte wunderbar. Neuerdings lasse ich meine KB-Filme aber wieder von einem Freund via Scanner digitalisieren.

Als Kleinbildfim verwende ich nur noch Ilford XP 2. Diesen kann man mit der Glasbühne wunderbar in einem Scanner von Nikon digitalisieren. Die Staub- und Kratzerentfernung werkelt wunderbar. Ich habe so gut wie keine Zusatzarbeiten mehr. Der Scanner hat eine automatische Scharfeinstellung und die Negative liegen absolut plan. Scans bis A3 sind damit mühelos und recht scharf machbar.

Leider gibt es mit dem Nikon ab und zu Ringe à la Newton. Meist wenn die Filme frisch aus der Entwicklung kommen. Dann hilft entweder ein wenig warten (und einige Wochen später nochmals scannen) oder es glaslos zu versuchen. Scannen ohne Glas ist mit dem Nikonscanner leider keine gute Idee. Die Schärfentiefe des Scanners bemißt sich in Bruchteilen von Millimetern und die Filmhalter sollen nicht besonders gut dafür geeignet sein die Filme plan einzuspannen. So zumindest mein Kollege und Freund der für mich scannt.

Tom | am 15. Januar 2018

Hallo Bernd, zunächst: Dein Epson-Scanner kann nichts „erkennen“. Es ist die verwendete Software, die hier versucht, Bildzwischenstände bzw. die eigentlichen Bildinhalte zu erkennen. Das geht oft schief, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Warum, das weiß ich jedoch auch nicht.

Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass du das mitgelieferte Scan-Programm „Epson-Scan“ nutzt (welches im Übrigen gar nicht so schlecht ist). Ich selbst digitalisiere meine Dias und Filme stets so, dass ich den integrierten „Rahmenfinder“ deaktiviere und mir diese Rahmen immer selbst manuell um die eigentlichen Bilder „ziehe“. Das dauert etwas länger, aber die Zeit ist es mir wert. Hier gab es immer wieder Probleme mit dem automatischen Finden und ich war es leid.
Damit man unter Epson-Scan diese Rahmen selbst (um die jeweiligen Bilder) ziehen kann, muss in dem Programm „Professioneller Modus“ aktiviert werden und dann kann man im Fenster „Vorschau“ in den Reiter „Normal“ wechseln und NICHT „Miniaturbild“. Hier kann man diese Bildbegrenzungen dann händisch per Sicht aufziehen. Dann spielt es keine Rolle mehr, welches Format die Negative besitzen.
Über Epson-Scan hatte ich auf einer anderen Seite etwas mehr geschrieben: http://analoge-fotografie.net/scannen/epson/
Vielleicht findest du da noch einige mehr für dich relevante Hinweise.

Solltest du jedoch ein anderes Scan-Programm nutzen, gilt auch hier das gleiche Prinzip. Was man dann da genau einstellen muss, weiß ich jedoch nicht.

Bernd | am 13. Januar 2018

Hallo Tom. Mein Scanner (V700) erkennt speziell bei Mittelformat (6×4,5) die Bildstege nicht richtig. Sprich, er beschneidet die Grenzen falsch und halbiert die Motive. Die Negative sind von guter Qualität und die Aufnahmen bei Tageslicht geknipst. Verstehe nicht weshalb er die Grenzen der Bilder nicht erkennt, obwohl ich in den Einstellungen das Richtige Format gewählt habe. Kennst du das Problem, bzw. kannst du mir weiter helfen? MfG Bernd

Tom | am 26. Dezember 2017

Hallo Berthold, vielen Dank für diesen Tipp!
Es ist doch schon erstaunlich, inwiefern sich die verschiedenen aber gleichen Gerät unterscheiden, was die Position des Schärfepunktes anbelangt. Epson könnte mit den Perfection-Scannern deutlich tauglichere Negativscanner ausliefern, wenn hier auf diese Kleinigkeiten bereits ab Werk geachtet werden würde bzw. bessere, durchdachtere Halter einfach zu beziehen wären. Sie sind die Schwachstelle, nicht der Scanner selbst. So bleibt es dem versierten Nutzer überlassen, das Beste aus den Geräten „heraus zu kitzeln“.

Berthold | am 25. Dezember 2017

Planes und Glasloses Scannen mit Tesa-Krepp-Band (Kurvenband) geht prima!
Also die Negativestreifen auf Einzel-Bildern zerschneiden.
2mm Aluplatten mit exaktem Einzel-Negativaussschnitt besorgen
(z.B. bei Blechking in Alu blank als Rahmen-Format).
Mittels sw-Mattlag die Platten reflexfrei einsprühen.
Mittels 3cm langen Tesakreppstreifen das Negativ unter Zug auf die Aluplatten ankleben.
Tesa-Kurveband klebt federnd das Negativ an. Hält aber auch federnd stramm.
Mittels klebestreifen die Platte auf der Unterseite auf die Ideal-Fokus-Höhe bringen und dann scannen.
Beim meinem Epson V750 liegt der Fokus bei 2,5mm.
Scannen geht noch schneller, wenn man 2 Platten hat. In der Scannzeit wird bereits die 2. Platte bestückt.
mfg Berthold aus dem Sauerland

Tom | am 25. November 2017

Hi Robert, auf filmscanner.info wird nicht angegeben, ob für die Tests die Filmhalter korrekt in der Höhe korrigiert worden sind und ob für eine exakte Planlage der Vorlagen gesorgt wurde. Zumindest finde ich hierzu keine Hinweise. Wurde auf beides nicht Rücksicht genommen, kommt es zu falschen bzw. schlechteren Ergebnissen. Ich hatte auch die Erfahrung gemacht, dass man bei einer 6400DPI-Einstellung scannen- und das Ergebnis im Anschluss in einer Bildbearbeitung wieder um 50% verkleinern sollte. Vergleicht man so ein Bild mit einem 3200DPI-Scan, ist ein leichter Vorteil zu Gunsten des ersten sichtbar.

Nun habe ich keinen anderen Filmscanner wie z. B. dein Canon zum Vergleich. Auf meinem anderen Blog hatte ich einmal zwei hochauflösende Scans je vom Kleinbild und vom 6×6-Negativ eingestellt: http://analoge-fotografie.net/blog/beispielscans-epson-v800/
Diese Dateien kannst du dir runterladen bzw. das jeweilige Maximum sehen, was mit dem Epson Perfection möglich ist. Beim Scannen hatte ich auf alles geachtet, was ich hier beschreibe und so, wie ich finde, ordentliche Ergebnisse bekommen.

Robert | am 25. November 2017

Hallo Tom, Deine Artikelserie zum Thema Scannen von Negativen hat mich zur Überlegung inspiriert mir einen Epson V850 Scanner anzuschaffen. Meine ersten Versuche machte ich mit CanoScan 9000F II. Doch die Ergebnisse wahren sehr dürftig, was angesichts der Preisklasse nicht wirklich überrascht. Ich habe mir die Testberichte auf http://www.filmscanner.info/EpsonPerfectionV800Photo.html aufmerksam durchgelesen. Bei der effektiven Auflösung im Kleinbildformat kommt der Epson V800 in Kombination mit SilverFast gerade mal auf 2600 ppi. Das ist nun im Vergleich zu meinem Canon (effektiv 1700 ppi) nicht gerade ein gewaltiger Sprung.

Wie siehst Du diese Testergebnisse? Und konntest Du mit Deiner Methodik (Fokusieren und erweiterete Tonwerte beim Scannen) eine wesentlich höhere effektive Auflösung erziehlen?

Tom | am 10. August 2017

Hallo Matthias,
ich hatte seinerzeit dieses Glas bei Monochrom bestellt. Da habe ich heute noch einmal auf der Internetseite nachgeschaut: Das Antinewton-Glas ist nicht mehr im Sortiment (hattest du sicherlich auch schon gesehen). Nun wird dort explizit von einer „Alternative zum (früher angebotenen) Glaseinsatz“ gesprochen (man geht also auf die alten Gläser ein). Tatsächlich handelt es sich bei dem Angebot um die neuen, originalen Epson-Halter, die auch für die neuen V800 / V850 Scanner geliefert werden. Diese müssten auch auf die V700 / V750er passen und besitzen eine Acrylglasabdeckung.

Hätte ich nicht das alte Glas, würde ich es damit probieren. Wichtig: Damit eine bessere (ideale) Planlage der Filmstreifen realisierbar ist, müssen sich die Filme nach oben wölben. Dann drückt sie das Acrylglas herunter und sie stehen unter Spannung bzw. liegen plan. Ich wölbe daher viele Filmtypen zunächst künstlich, damit sie nicht nach unten durchhängen. Idealerweise liegt hier die Filmschicht unten. Der Portra-Rollfilm z. B. wölbt sich jedoch bei mir in genau die andere, falsche Richtung (hin zur Trägerschicht). Ich wölbe ihn dann „um“ bzw. lasse ihn ca. 30 Minuten in den Kleinbildhalter eingespannt, bis eine entgegengesetzte Wölbung eingetreten ist:
Wölbung des Filmes erzeugen
Danach lege ich den Film in die Mittelformat-Maske und darauf das Glas. Nun drückt dieses Glas (das Acrylglas) den Film flach. Jener steht nun unter Spannung bzw. hängt nicht durch. Da jetzt die Schichtseite nach unten zur Scanner-Optik zeigt, ist meiner Meinung nach die Qualität des aufliegenden Werkstoffes (Acryl) nicht so wichtig. Hierfür möchte ich meine Hand jedoch nicht ins Feuer legen. Natürlich muss zunächst die exakte Höhe (des Filmes im Fokus) millimetergenau eruiert werden.
Dies ist der Vorteil von Trommelscannern und von Semi-Trommelscannern: Der Film wird durch eine Montage unter Spannung gehalten. Mittels Wölbung und AN-Glas geht dies jedoch auch mit einem Flachbettscanner. Diese Arbeitsschritte mutet einem der Hersteller natürlich nicht zu (Haupteinsatzgebiet: ganze Filme am Stück digitalisieren). Mit etwas Aufwand, Tests und Studium sind jedoch so fast so gute Scans realisierbar wie mit einem Trommelscanner.

Matthias Luis | am 10. August 2017

Hallo…..ich suche verzweifelt das AN-Glas für meinen v750pro Scanner um meine Mittelformat Negative planer auf den Scanner zu legen. Ich finde dieses Glas einfach nicht….kannst du weiterhelfen?
Gruß
Matthias

Werner | am 4. April 2017

Hallo Tom, die oben beschriebenen Details der Höhenverstellung finde ich sehr gut und interessant. Ich habe mir den V750 vor einigen Jahren gekauft und war/bin eigentlich Enttäuscht über die Qualität. Trotz Höhenverstellung habe ich keine richtig scharfen Scans hingekriegt und daher steht der Scanner unbenutzt rum. Aufgrund Deines Artikels werde ich das Thema aber nochmals angehen, bin ich doch auch vor kurzem auf die neuen Filmhalter für den 850 gestossen, die ja im 750 auch verwendet werden können.

Desweiteren habe ich mir einreden lassen, das man für SW-Negative kein Silverfast braucht. Ein Freund fertigt seit kurzem Scans mit silverfast im RAW-Format an und wandelt anschließend im PS-Elements ensprechend diese um und ist begeistert vom Ergebnis. Also auch hier nicht immer gleich auf andere hören, sondern ausprobieren.

Danke für die Serie, die mich neu inspiriert hat.


Haben Sie / hast Du Fragen, Anmerkungen, Kritik zu diesem Beitrag?

Kommentar

(Kommentare werden manuell freigeschaltet bzw. erscheinen nicht sofort, um Spam vorzubeugen.)

Der Autor dieser Seiten ist Thomas.
Mit dem Absenden dieses Formulars akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung dieser Internetseite.