Mamiya RB67 mit 6×8-Kassette und 75 mm Shift-Objektiv
Eine der prägnantesten Kameras ist zweifellos die Mamiya RB-67. Sie ist eine 6×7-Mittelformatkamera nach dem Systemprinzip. Jeder Foto-Profi kannte sie damals. Heute ist sie sehr günstig gebraucht zu beziehen und stellt immer noch ein absolut überzeugendes Prinzip dar.
Hier möchte ich die Mamiya RB67 zeigen. Derzeit geht sie so (mit Normalobjektiv, Lichtshacht und einer Kassette) um die 250 € per Ebay weg. Das ist eigentlich ein Witz, denn zu „analogen Zeiten“ muss diese Mittelformatkamera sehr teuer gewesen sein. Hinweis: Der Artikel ist schon ein paar Tage alt. Mittlerweile sind die Preise für gute analoge Kameras auf dem Gebrauchtmarkt Aufgrund der höheren Nachfrage wieder angestiegen.
Ich habe eine inklusive dem Shift-Objektiv 1:4 75 mm. Weiterhin habe ich das Rückteil 6×8: Hiermit erhält man etwas breitere Negative als 6×7. Die Auflösung ist also höher.Die tatsächlichen Negativmaße betragen damit immerhin 5,6 cm x 7,6 cm. Beim 6×7-Rückteil sind es 5,6 cm x 6,9 cm. Die Breite (oder Länge) der Negative wird also nicht um einen ganzen Zentimeter erhöht, wie man vielleicht annehmen könnte. Noch ein anderes Beispiel: 6×9-Kameras wie meine Fuji GW690 belichten Fotos auch nur auf eine Breite von ca. 8,3 cm!

Die maximale Shift-Verstellung: Der Bildkreis dieses 75 mm Mamiya-Shift-Objektives lässt sich verstellen. Er lässt sich freilich auch zur Seite oder in andere Richtungen verstellen. Hierzu kann das Objektiv gedreht werden. Jedoch nicht lassen sich jedoch mit einem Shift-Objektiv stürzende Linien korrigieren, wie es manchmal fälschlicherweise behauptet wird.
Denn die Vermeidung stürzender Linien lässt sich nur durch eine absolut lotrechte (waagerechte) Ausrichtung der Kamera bzw. der Negativebene / Chipebene realisieren, was freilich mit jedem Objektiv geht. Nur mit einem solchen Shiftobjektiv wie dieses von Mamiya lässt sich dabei aber wieder die Spitze vom Kirchturm mit ins Bild schieben. Ich besitze übrigens auch ein Shiftobjektiv für Nikon, welches man ohne Adapter an Digitalkameras nutzen kann.
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Hier sieht man das 6×8-Rückteil an der Mamiya RB67. Es besitzt einen Motor, welcher durch vier Mignon-Batterien betrieben wird. Man kann den Film jedoch auch händisch vorspulen. Eine Kamera wie die Mamiya lässt sich zumeist wohl nur selten aus der Hand benutzen. Stattdessen sollte hier unbedingt über den Erwerb eines stabilen Stativs nachgedacht werden, sollte man ein solches noch nicht besitzen.

Ich habe die Version „Pro SD“ der Mamiya. Hier sieht man das 75 mm Shift-Objektiv von der Seite. Es ist doch durchaus sehr groß – wie die gesamte Mamiya RB-67 ja auch. Ich denke, dies dürfte der Grund sein, warum man sie so günstig bekommen kann: Profis nutzen eine analoge Kamera wie diese natürlich kaum mehr. Es gibt jedoch Ausnahmen, denn die Abbildungsleistung ist natürlich sehr hoch. „Normale“ Fotografen werden schnell merken, dass die Mamiya ziemlich schlecht zu transportieren ist, wenn man Wert auf ein kompaktes und leichtes Gepäck legt (z. B. beim Wandern). Die eigentliche Kamera jedoch ist sehr klein:
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Kern der Mamya RB67 ist dieser einfache Würfel: An ihn werden dann Objektiv, Rollfilmrückteil und Lichtschacht angebracht. Diese Mittelformatkamera besitzt selbst keinen Verschluss: Wie bei den Hasselblad-Kameras sitzt dieser stets im Objektiv. Auf dem obigen Bild ist der Spiegel hochgeklappt. Die Grundkonstruktion ist recht simpel.

Blick durch die Mattscheibe meiner „Professional SD“. Das Rückteil lässt sich drehen und dementsprechend dreht sich der gestrichelte Rahmen auf der Mattscheibe mit. Denn das Bildformat ist ja nicht quadratisch (es sei denn freilich, man nutzt das 6×6-Rückteil). Es ist darauf zu achten, dass die RB67 den genügend größeren Rahmen (drehbar) besitzt, wenn man das 6×8-Rückteil an der Mamiya nutzen möchte. Bei dem kleineren Rahmen wird es sonst zu Abschattungen / Vignettierungen kommen. Dies betrifft freilich nicht die „normalen“ 6×7-Kassetten.
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Die Systemkamera „RB 67“ ist eine professionelle Spiegelreflexkamera. Sie wartet mit allem auf, was damals ein Profi benötigte (oder auch nicht) – z. B. eine Spiegelvorauslösung. Was sie nicht besitzt ist ein eingebauter Belichtungsmesser: Die Mamya RB67 ist eine rein mechanische Kamera ohne Elektronik bzw. ohne den Bedarf an Batterien (Ausnahme: das 6×8 Rückteil mit Motor).

Hier sieht man diese große Mittelformatkamera noch einmal von der Seite. Mit dem Hebel wird nach einer Aufnahme der Spiegel wieder nach oben befördert. Einen automatischen Schwingspiegel – wie die meisten Kleinbildkameras und alle DSLRs – besitzt die Mamiya nicht. Das große Rad dient zur Fokussierung: Diese Kamera hat einen integrierten Balgen, durch welche auch größere Abbildungsmaßstäbe ohne die Verwendung von Zwischenringen realisierbar sind.
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Die Mamiya RB67 ist eine Systemkamera für Leute, die damit entweder im Studio fotografieren oder die mit dem Auto zu ihren Motiven fahren. Für den Transport im Rucksack auf längeren Touren ist sie (mir) zu schwer und zu groß. Daher gibt es das gleiche System (mit Rückteilen) noch einmal für das kleinere Format 6×4,5. Ich denke, speziell das Motorrückteil im Format 6×8 war damals für die Modefotografie gedacht, bei der es schneller zugehen musste und bei der sich beim Format eher an jenes von Magazinen (A4) orientiert wurde.


In den achtziger Jahren lernte ich die RB67 im Studio einer Werbeagentur kennen und schätzen. Natürlich nur im Studio auf einem vernünftigen Säulenstativ. Sehr vorteilhaft waren auch die Wechselmagazine, hier auch die Polaroidmagazine, damit konnten die Grafiker schon arbeiten, bevor die Filme aus dem Labor zurück kamen.
Später gab es noch eine Frontprojektion dazu, worauf diese Mamiya adaptiert wurde. Damit konnte man dann im Studio über ein Dia bereits Bildhintergründe in die Aufnahme „zaubern“, was man heute problemlos in Photoshops Composing (Ebenentechnik) erledigt.
Für Außenaufnahmen (Hotelkataloge) nahm ich lieber meine private Mamiya 645 1000S mit, die war etwas handlicher, weniger Gewicht UND hatte einen internen Belichtungsmesser.
Die Auflösung und Bildqualitäten beider Mittelformatkameras habe ich immer sehr geliebt.
Vielen Dank für den Kommentar! Als ich Einblicke in das Arbeiten in einem Fotostudio bekam, befand man sich bereits mitten drin in der Digitaltechnik-Zeit. So ist es für mich immer sehr interessant, zu erfahren, wie davor gearbeitet wurde.
Hallo Thomas,
schade daß Du nichts zum vorgestellten Objektiv schreibst.
In der Vergangenheit benutzte ich hin und wieder eine geliehene Mamiya für Portraits vom Stativ. Zusammen mit dem 180er war das eine tolle Kombination (wenn man das Format mag). Die Bildergebnisse waren immer überragend. Der Knaller war aber das Drehrückteil.
Ich persönlich hatte mit 6×7 immer Probleme. 6×8 finde/fand ich zwar besser, aber wenn ich motorischen Filmtransport wollte nahm ich unsere Blad. Die war in meinen Augen stimmiger und man konnte sie noch aus der Hand verwenden.
Zurück zum Shiftobjektiv: wie ist die optische Qualität, wie stark kann man es verstellen, wie stark muß man abblenden um noch scharfe Ecken zu bekommen?
Zu analogen Zeiten konnten uns Shiftobjektive nicht überzeugen. Irgendwie waren sie alle fragwürdig. War das Mamiya die Ausnahme welche die Regel bestätigt?
Hallo Frau Müller, Du bist (auch hier) auf alten Pfaden unterwegs: Die Mamyia habe ich schon lange nicht mehr. Damals hatte ich manche Dinge (z. B. Randunschärfe beim Verstellen) gar nicht beachtet. Leider kann ich dazu zu dem System gar nichts weiteres mehr beitragen.